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Das bleibt jetzt so!

Hach. Beim ersten Kind dachte man ja vielleicht noch, alles bliebe in Beton gegossen. Unveränderlich. Zuverlässig. Tja, falsch gedacht. So viel ändert sich in den ersten Jahren mit Kind. Meine persönliche „best of“ ist hier im Beitrag zusammengefasst.

Kennst du das? Dieses diffuse Angst davor, bis in alle Ewigkeit zu stillen. Bis in alle Ewigkeit nachts im Dunkeln neben dem dösenden Kind zu liegen. Bis in alle Ewigkeit jede Woche Nudeln mit Tomatensauce zu kochen, weil das halt gegessen wird.

Weißt du was? Zeiten ändern sich. Ein kleiner Lichtblick für alle, die mittendrin stecken im elterlichen Hamsterrad.

Das Kind wird ewig stillen!

In den ersten Wochen tauchte der Gedanke – zumindest beim ersten Kind – noch nicht so auf. Aber dann, später. Und von außen kamen die Fragen, die bedürfnisorientiert lebende Eltern alle kennen:

„Wie lange willst du denn noch stillen?“

„Kommt da noch was?“

„Das wird sie/er nie aufhören!“

„So kann das Kind ja nie selbstständig werden!“

Und manchmal, nach schlechten Nächten und langen Tagen, da glaubte ich das auch selbst. Dass das NIE NIEMALS wieder aufhören würde. Ob Kind 1 oder Kind 2, sie würden ewiglich weiterstillen wollen. Immerzu.

Kaum zu glauben, aber wahr: Beide Kinder sind abgestillt. Schon seit längerem. Und als es soweit war, war es gut und ok so. Für uns alle.

Das Kind wird ewig getragen werden wollen!

Bei einem Säugling kann man das ganz gut verpacken, das stetige Tragen. Alleine zum Bäcker laufen können sie ja nun mal noch nicht, richtig? Aber irgendwann sind sie klassische Läufer, rennen umher – und wollen immer noch und immer wieder getragen werden. Jeder kleine Ausflug erfordert Tragehilfen/Tragetücher und eine gewisse Logistik aus passender Tragetasche oder möglichst wenig Zeugs, das zusätzlich geschleppt werden müsste. Und schwerer werden die Kinder auch noch!

Kaum zu glauben, aber wahr: Beide Kinder laufen, radeln, rennen. Getragen-werden ist out. Aber sowas von! Manchmal vermisse ich das Kuscheln, den schwitzigen Kinderkörper auf meinem Rücken, die klebrigen Hände im Haar. Dann hebe ich eins der Kinder kurz aus dem Weg und merke: Nö, ist alles gut so, wie es ist.

Die Nächte bleiben scheiße.

Ach, Nächte und Kinderhaben. So eine blöde Kombi. Jahrelanger Schlafentzug. Vollgekotzte Betten. Zu wenig Platz, selbst auf 2x2m. Immer ein Knie im Kreuz und einen Fuß im Gesicht. Und keine Chance, unbemerkt vor den Kindern aus dem Familienbett aufzustehen.

Kaum zu glauben, aber wahr: Sie sind ausgezogen aus dem Familienbett. Von alleine. Ohne Druck, ohne Zwang, ohne Tränen. Sondern einfach so. Als sie soweit waren. Und jetzt kommen sie morgens manchmal noch ins warme wieder-Ehebett gekrochen, um ihre kalten Füße an meinem Bauch aufzuwärmen, klebrig-feuchte Hände an meinen Rücken zu klatschen und mir von ihren Plänen für den Tag zu berichten. Oh, und die dauerdurchgekotzten Nächte werden auch weniger. VIEL weniger.

Und JA: ich liebe meinen Platz im Bett. Das darauf-warten hat sich durchaus gelohnt!

Ich bleibe der Erklärbär.

„Mama, warum ist der Himmel nicht lila? Ich mag lila lieber!“

„Mama, woher kommen Bakterien?“

Niedliche Fragen, ne? Aber Erklärbär-nervige Geschichten sind eher so: „Ok, wir rennen nicht auf Straßen, weil…“ oder „Manche Sachen fragen wir nicht auf Brülllautstärke im Supermarkt, weil…“ Dinge, die man gerne mal drölfzigtausendmal wiederholen darf. Immer und immer wieder.

Kaum zu glauben, aber wahr:Das meiste sitzt mittlerweile. Manchmal erhalten wir für unsere super-sozialen, freundlichen und empathischen Kinder sogar echt positives Feedback von außen.

(Ja, das fühlt sich ziemlich surreal an. Vor allem, weil sie sich daheim komplett anders verhalten. Aber das ist ok und normal und wir alle nehmen das einfach so hin, wie es ist.)

#metime? Gestrichen!

Beim ersten Kind im ersten Jahr zu erfahren, dass da plötzlich so überhaupt keine freie Zeit mehr ist, war hart. Für mich freiheitsliebenden Menschen an sich, und auch für die Partnerschaft, die davor von reichlich gemeinsamer Zeit gelebt hatte. Da mussten wir uns neu finden, neu organisieren. Und vieles, so verdammt VIELES nach hinten schieben.

Kaum zu glauben, aber wahr:#metime ist wieder da! Und die #paarzeit gleich mit. Ok, eine Stunde allein in der Badewanne ist immer noch unwahrscheinlich. Aber in Ruhe im Restaurant sitzen, gemeinsam ein Glas Wein trinken und über sonstwas philsophieren, während die Kinder 300m weiter auf dem Spielplatz toben? Läuft!

Arbeiten mit Kind? Hahahahahahaha!

Ganz im Ernst: Arbeiten mit Kind – in meinem Falle im Homeoffice – war in den ersten Jahren vor allem eins. Anstrengend. Machbar, aber definitiv weit weg vom lässigen „dann arbeite ich halt, wenn das Kind schläft“ Ding. Denn Kind 1 schlief nicht. Und als Kind 2 da war (und schlief), war ich zu kaputt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Zeit ging rum. Jetzt stromern die Kinder abends allein ins Bett, nach einem Gute-Nacht-Kuss und der Ermahnung an mich, nicht mehr zu lange zu arbeiten. Ich bräuchte ja auch meinen Schlaf 😉 Sogar tagsüber ist arbeiten grundsätzlich drin. Nicht zu lange, nicht zu viel – aber mit etwas Erklärung (und TV plus „iss was du willst aus dem Kühlschrank“) sind selbst kritische Deadlines kein Ding mehr.

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