Rezension: Es geht auch ohne Strafen!

[Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links – klickt doch bitte ab und an mal drauf, damit wir einen Kaffee trinken gehen können, ja? Danke!]

Aida S. de Rodriguez Buch „Es geht auch ohne Strafen!“ ist für mich ein wahrer Augenöffner. Denn sie spricht wichtige Dinge an, die im Umgang mit Kindern oft schief laufen, auch wenn wir versuchen, bedürfnisorientiert mit ihnen umzugehen.

Aufbau

Das Buch ist in drei Teile geteilt. Zunächst erklärt die Autorin ausführlich, warum Strafen schaden. Dann zeigt sie Alternativen zu Strafe auf und bietet im dritten Teil mit ihren „Handlungsalternativen für kritische Momente“ eine praktische Soforthilfe, um im Akutfall eine Alternative zum Strafen zu finden.

Botschaft

Dies ist wohl die zentrale Botschaft des Buches. Denn hier hakt es oft schon. Wie oft erheben wir uns über unsere Kinder und nutzen unsere Macht und Stärke aus, um unseren Willen durchzusetzen. Lehnen sich die Kinder dann dagegen auf, sind sie „anstrengend“ und wir fühlen uns im Recht, obwohl wir eben gerade nicht respekt- und würdevoll mit ihnen umgegangen sind.

Verantwortung und Opferrolle

Aida S. de Rodriguez zeigt deutlich auf, dass die Verantwortung für die Beziehung bei uns Eltern liegt. Gerade weil wir mehr Lebenserfahrung haben. Dies berechtigt uns aber nicht, den Kindern unseren Willen aufzuzwingen, „weil wir es ja besser wissen“. Wenn wir das tun und das Kind dagegen rebelliert, dann verhalten wir uns oft wie ein Opfer des Kindes. Wir beschweren uns darüber, dass das Kind nicht sieht, „dass wir es ja nur gut meinen und wissen, was gut für es ist“. So geben wir Verantwortung an das Kind ab, das so zum Täter wird.

Als Eltern sind wir in der Pflicht, die Verantwortung für uns, unsere Gefühle und die Beziehung zu unseren Kindern zu übernehmen. Das erfordert Arbeit und ist nicht leicht, aber es ist erwachsen.

Kooperation

Kinder wollen mit uns kooperieren. Wenn sie es nicht tun, dann deswegen, weil sie es nicht können. Sei es aus Müdigkeit, Überforderung oder weil sie ihre Integrität bewahren wollen. Daher sollten wir Erwachsene hinterfragen, welches Bedürfnis hinter dem Verhalten des Kindes liegt. Denn auf der Ebene der Bedürfnisse können wir auch die entstehenden Konflikte lösen.

Dabei gilt es, die Bedürfnisse aller zu vereinbaren und auch kreative Lösungen zu suchen, die für alle stimmig sind. Denn in Beziehung geht es nicht ums Gewinnen oder Verlieren, es gilt, alle im Blick zu behalten.

Fazit

Wenn dir daran gelegen ist, deine Kinder auf Augenhöhe zu begleiten und dir ein bedürfnis- und beziehungsorientierter Umgang in der Familie wichtig ist, dann solltest du unbedingt dieses Buch lesen. Denn hier findest du zahlreiche Anregungen zum Nachdenken, dich Entwickeln und vor allem Inspirationen was du anders machen könntest. Eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch!

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.