Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bedürfnisse

Die Gnade der kleinen Schritte

Es gibt stapelweise Literatur dazu, Aufgaben/Probleme/Ideen mit der Philosophie der „kleinen Schritte“ zu bewältigen. Wir machen das als Eltern quasi per se. Weil: Mit Hauruck und ganz viel Action geht schon mal gar nichts. Was wir brauchen, ist Geduld. Oder, wie ich neulich zu lesen bekam: Je hektischer die Eltern, desto langsamer die Kinder. So will es das Gesetz. (Falls jemand die Quelle kennt, bitte bei mir melden, danke!)

Zeit für mich: #metime

Da sitze ich auf der Terrasse, das iPad auf dem Schoß und halte das Gesicht in die Sonne. Überall weiße Farbe an mir, die Schultern schmerzen. Ich bin müde, habe bis nachts um 1 an einem Artikel gearbeitet. Dann ein paar Stunden schlafen und Kinder betreuen – sind ja Ferien. Heute auf dem Programm: Zimmer des Vorschulkindes herrichten. Daher auch die weiße Farbe 😉 Es geht gleich weiter mit dem Streichen, dann Kochen, ein paar Fachartikel lesen, nachts noch Pressemeldungen verfassen. Das muss heut noch raus, hilft alles nix. Was ist denn bitte #metime?

Bedürfnisse: Gesehen werden, Akzeptanz

Wir möchten alle gerne gesehen und akzeptiert werden. Gerade Kinder fordern Aufmerksamkeit oft vehement ein „Mama, guck mal.“ Dabei geht es ihnen meist nicht darum, gelobt zu werden oder Wertschätzung zu erfahren. Sie wollen sich nur versichern, dass man sie sieht. Und zwar wirklich sieht, nicht nur ansieht. So, wie ich bin. Beim Gesehen werden geht es um Akzeptanz. Wir möchten so angenommen werden, wie wir sind, uns nicht verstellen müssen. Wir möchten wahrgenommen werden und die Botschaft, die wir wünschen ist: „Ich sehe dich. Du bist ok, so wie du bist.“ Dabei muss das nicht einmal unbedingt ausgesprochen werden. Meist genügt es, zu beschreiben, was man sieht. „Du bist alleine gerutscht. Das habe ich gesehen.“ Es geht nicht um Lob Lob stehe ich – wie ja schon an anderer Stelle geschrieben – skeptisch gegenüber. Es geht auch nicht um Lob, sondern darum, dass jeder Mensch gerne von anderen Menschen wahrgenommen werden möchte. Denn es fühlt sich sehr schlecht an, wenn wir den Eindruck haben, unsichtbar zu sein. Wenn niemand uns beachtet. So geht es …