Alle Artikel mit dem Schlagwort: Attachment Parenting

Vereinbarkeit ist Vielfalt

Aus der aktuellen Diskussion an anderer Stelle um frauenfeindliche, homophobe oder gar familienfeindliche Netzwerke sowie die Unterwanderung von Attachment Parenting durch ebendieselben Gruppierungen stellt sich uns die Frage: Wie sieht das nun mit der Vereinbarkeit aus? Wo ist die verortet – oder, geht das überhaupt? Vereinbarkeit ist kinderfreundlich Und schon sehe ich gerunzelte Augenbrauen. Vereinbarkeit im Sinne von außerhäusiger Betreuung und kinderfreundlich? Ja, unter spezifischen Bedingungen. Hatten wir beispielhaft für Tagesmutter und Krippe aufgeschrieben. Es geht imho darum, für die gesamte Familie geeignete Lebensformen zu finden. Erwerbsarbeit gehört hierbei für uns zum Lebensalltag dazu. Das schließt eine wie auch immer geartete Erwerbstätigkeit der Eltern sowie eine geeignete Betreuung der Kinder mit ein. Wie die Betreuung geregelt ist, ist individuell: Betreuung durch den jeweils gerade nicht arbeitenden Elternteil, durch erweiterte Familie, durch eine Tagesmutter/einen Tagesvater, durch eine Krippe mit kleinem Betreuungsschlüssel und zur Familie passenden Verhaltensmustern. Das lässt sich im Vorfeld klären und auch zwischendurch verändern – wann immer es notwendig wird. Und bitte nicht vergessen: jede Mutter arbeitet, jeder Vater arbeitet – egal ob er …

Darf mir als AP-Mutter die Arbeit Spaß machen?

Immer wieder lese oder höre ich von anderen Müttern, dass Arbeiten mit Kleinkind nur akzeptabel ist, wenn es dem Geldverdienen dient. Und dazu gehört natürlich auch das chronisch schlechte Gewissen dem Kind gegenüber. Und wenn ich das nicht habe? Mir macht meine Arbeit Spaß. Ich genieße den Austausch mit meinen Kolleg_innen und arbeite gerne mit meinen Schüler_innen. Bin ich deswegen eine schlechte Mutter? Ich denke nicht, denn meine Arbeit macht mich zufrieden. Und eine zufriedene Mutter ist für ein Kind besser, als eine unzufriedene Mutter, die nur dem Kind zuliebe zu Hause bleibt, sich aber dabei total unwohl fühlt. Denn wenn ich mich unwohl fühle, dann kann es sein, dass ich dem Kind gegenüber Aggressionen entwickle, eben weil ich unzufrieden bin. Und es ist doch auch wünschenswert, dass ich als Mutter Spaß an meiner Arbeit habe. Soll ich mich denn damit selber kasteien? Auch das macht Mütter nicht zufriedener. Und wem ist damit geholfen, dass sich eine berufstätige Mutter schlecht fühlt? Aber wenn ich arbeite, habe ich weniger Zeit für mein Kind. Wenn ich arbeite, …

Attachment Parenting in der Schule?

In einer Facebook-Gruppe kam neulich die Frage auf, ob man AP-Anhänger und gleichzeitig Lehrer_in im staatlichen System sein könne. Diese Frage beschäftigt mich sehr, weil ich ja ebenfalls versuche, mit meinen Kindern eine gute Bindung zu haben und gleichzeitig im staatlichen System Lehrerin bin. Dabei gehe ich von meiner eigenen Situation aus. Ich bin Lehrerin an einem Ganztagsgymnasium. Dazu kommt noch, dass ich keine Klassenleitung innehabe, also mein Kontakt mit den Schüler_innen weitgehend auf den Unterricht beschränkt ist. Dies ist auch wichtig zu sehen, denn bei Klassenleitung oder zum Beispiel in der Grundschule bestehen ganz andere Kontaktmöglichkeiten zu den Schüler_innen. Bindung zu den Schüler_innen? Mir persönlich ist es sehr wichtig, in meinen Schüler_innen nicht nur Objekte meiner Unterrichtsbemühungen zu sehen, sondern auch Menschen. Dennoch habe ich über 100 Schüler_innen und kann unmöglich zu jeder/jedem von ihnen eine intensive Bindung eingehen. Aber ich kann meinen Schüler_innen authentisch begegnen. Sie sollen mich auch als Mensch kennen lernen. Daher gehöre ich nicht zu den Lehrer_innen, die ihr Privatleben komplett von den Schüler_innen fern halten. Ich begegne meinen Schüler_innen …