Achtsamkeit, Allgemeines, Bedürfnisse
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Stille.

Neulich saß ich auf einer Decke, auf einem Plateau oberhalb des Gardasees. Ein paar Zikaden um mich herum. Keine Kinder. Keine anderen (wachen) Menschen. Nur: Stille.

Und ganz kurz, nur für ein paar Minuten, fiel diese Last von mir ab. Dieses ganze verantwortungsvolle Erwachsenending spielte keine Rolle mehr.

Rechnungen, die sich daheim auf dem Küchentresen stapeln.

Termine, die eingehalten werden müssen.

Pläne, die besprochen werden müssen.

Dinge, die organisiert werden müssen.

Ferienzeiten ohne Betreuung, die überbrückt werden müssen.

Puff! Und weg.

Ruhe tanken. Stille genießen.

Ganz frei sein von der Veranwortung, die Frau-Mutter-Freelancer-Mensch so mit sich bringt.

 

Ein paar Minuten lang allein sein,  das tankt meine Reserven auf. Wenn man es esoterisch angehaucht benennen wollte: Das ist mein Kraftort.

Finde deine Stille

Unser trubelige Familienalltag wird mir viel zu schnell viel zu viel. Es ist zu laut, zu viele Forderungen prasseln auf mich ein.

Stille ist da schwer zu finden – irgendetwas klingelt, ruft oder scheppert immer. Und mehr noch als die akkustische Dauerbombardierung ist es die unendliche Liste in meinem Kopf, die mich fordert.

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Es gibt immer diese drölfzigtausend Dinge, die zu erledigen sind. Immer plus eins, wenn Schule, Arbeit und Freunde aufeinander prallen, versteht sich.

Umso wichtiger sind diese Momente der Ruhe. Zum nachdenken, zum Kopf-frei-kriegen.

Ohne. Jede. Unterbrechung.

Ruheinseln: Sie sind meine Lichtstrahlen im Alltag. Etwas, was mich funktionieren lässt, auch wenn ich gerade 12 Hände und 5 Köpfe bräuchte.

Zuviel des Guten kann wundervoll sein. (Mae West)

Sie sind selten. Ich muss sie hüten wie kleine Schätze.

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