Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bedürfnis

Bedürfnisse: Gesehen werden, Akzeptanz

Wir möchten alle gerne gesehen und akzeptiert werden. Gerade Kinder fordern Aufmerksamkeit oft vehement ein „Mama, guck mal.“ Dabei geht es ihnen meist nicht darum, gelobt zu werden oder Wertschätzung zu erfahren. Sie wollen sich nur versichern, dass man sie sieht. Und zwar wirklich sieht, nicht nur ansieht. So, wie ich bin. Beim Gesehen werden geht es um Akzeptanz. Wir möchten so angenommen werden, wie wir sind, uns nicht verstellen müssen. Wir möchten wahrgenommen werden und die Botschaft, die wir wünschen ist: „Ich sehe dich. Du bist ok, so wie du bist.“ Dabei muss das nicht einmal unbedingt ausgesprochen werden. Meist genügt es, zu beschreiben, was man sieht. „Du bist alleine gerutscht. Das habe ich gesehen.“ Es geht nicht um Lob Lob stehe ich – wie ja schon an anderer Stelle geschrieben – skeptisch gegenüber. Es geht auch nicht um Lob, sondern darum, dass jeder Mensch gerne von anderen Menschen wahrgenommen werden möchte. Denn es fühlt sich sehr schlecht an, wenn wir den Eindruck haben, unsichtbar zu sein. Wenn niemand uns beachtet. So geht es …

Vereinbarkeit mit kompetentem Kind

Selbstständigkeit ist eins der großen Ziele in den herrschenden Erziehungsstilen. Zumindest empfinde ich das so. Schlafen sollen die Kinder, wach und fit sein. Alleine spielen, sich selbst beschäftigen können. Langeweile aushalten können. Tatsächlich sind das durchaus Eigenschaften, die für erwerbstätige Eltern wichtige Rollen spielen. Wer abends noch etwas nacharbeiten muss, hat es mit einem schlafenden Kind leichter – oder mit einem, dass sich eben selbst beschäftigt, statt bespaßt werden zu wollen. Kinder sind kompetent Ok, für bindungsorientiert erziehende Eltern ist das keine Neuigkeit. Natürlich sind Kinder kompetent! Schlafen nach Bedarf, Essen wenn sie hungrig sind, trinken wenn sie durstig sind – das leisten Babys schon im Mutterleib. Und wenn sie einfühlsame Eltern haben, verlieren sie diese Kompetenz für die eigenen Grundbedürfnisse auch im späteren Leben nicht. Das Aber kommt mit einem dicken Ende: Kompetente Kinder fordern uns. Denn kompetente, selbstständige Kinder entscheiden selbst, wann sie was brauchen. Davon rücken sie – diese sehr klugen, kompetenten  Kinder – auch nicht ab, wenn das Umfeld langsam auf Verzicht und Gehorsam hofft. Szenen aus dem Leben eines kompetenten …

Ideen für Paarmomente #1: Kochen genießen ohne Kind

Der Moment „Essen gehen ohne Kind“ kommt später. Gemeinsames Kochen entspannt – uns zumindest. Noch entspannter wird es, wenn wir vorher gemeinsam wirklich leckere Grundzutaten gekauft haben. Frisch vom Markt, aus dem Lebensmittelädchen – oder einer anderen Bezugsquelle, die nicht ständig im Alltag auftaucht. Das klappt natürlich alles auch mit Kind – aber hier, bei diesme Paarmoment ist es mal ohne. Die Kinder sind gut untergebracht bei den Großeltern. Wir haben Zeit für uns. Wir suchen uns ein Essen aus, dass die Kinder nicht unbedingt mögen – aber wir. Wo wir im Alltag ein Alternativessen einplanen würden – hier können wir das weglassen. Kochen entspannt uns. Besonders dann, wenn keiner zwischen den Füßen herumläuft, niemand zwischendurch weltbewegende Fragen stellt oder vor Hunger nahezu stirbt. Stattdessen: Einträchtige Stille. Oder Gespräche über Geschmäcker, Gewürze und „Weißt du noch, als …“ Momente. Genauso dann auch das Essen – die Belohnung nach dem Kochen. Wir sind in der Familie sowieso frei in der Platzwahl. Trotzdem ist es mittlerweile ungewohnt, sich hinzusetzen, wohin man will. Stilgericht mit dem türkisch/arabischen Leckereien …