Anleitung zum Burnout

Eine nicht ganz ernst gemeinte Anleitung zum Burnout. Lies es mit einem Augenzwinkern!

  1. Versichere deinem Chef, dass du deine alte Vollzeitstelle locker im neuen Teilzeitmodell unterbringst.
  2. Übernimm jeden erreichbaren Posten im Leben deiner Kinder: Elternbeirat, Festkomitee, Ausflugsbegleitung, Chauffeur…
  3. Übernimm allein die gesamte Familienorganisation inklusive Finanzen, Termine, Geschenke und Arztkontrollen.
  4. Verweigere Hilfsangebote von Freunden und Bekannten. Schließlich schaffst du das bisschen Arbeit, Haushalt und Kinder auch alleine.
  5. Übernimm zusätzliche Aufgaben im Ehrenamt. Am besten wählst du Aufgaben, die möglichst zeitkritisch sind, während parallel kaum benötigte Informationen parat gestellt werden.
  6. Ignoriere erste Terminkollisionen.
  7. Ignoriere erste Anzeichen für Überlastung und fange an, deinen Schlafverbrauch kontinuierlich zu senken. 4 Stunden oder weniger reichen aus!
  8. Packe jede Woche mindestens ein neues Projekt auf deine Liste. Aus jedem Bereich: Arbeit, Familie, Ehrenamt, Haushalt. Lass ja nix aus!
  9. Führe Listen. Viele Listen. Auf Papier. Akzeptiere, dass einige Projekte dadurch erst wieder auftauchen, wenn die Deadlines lange abgelaufen sind.
  10. Verlerne, nein zu sagen. Erfolgreich ist, wer wirklich absolut jede Aufgabe annimmt!

Was soll die Anleitung zum Burnout?

Das Thema scheint um mich herum immer wieder aufzutauchen. Gerade Müttern wird eine akute Tendenz zum ausbrennen bescheinigt, die Krankenkassen sprechen immer mal wieder von alarmierenden Zahlen. Grund genug zu schauen, woran es denn oft hapert.

Es gibt genug Checklisten, um Burnout vorzubeugen. Und Anleitungen, Nein zu sagen. Wenn es so viele gibt, warum steigen dann die Zahlen von Burnout-Fällen? Anscheinend reicht es nicht, Wege aus der Misere zu zeigen. Wahrscheinlich, weil die meisten Arbeitnehmer und Freiberufler kaum Einfluss auf die äußeren Umstände haben …

Und manchmal müssen wir uns gegenseitig mit einer Prise Humor auf Verhaltensweisen stoßen, die eigentlich ungesund sind – für uns, unsere Familien, unseren beruflichen Werdegang. Deshalb also eine „Anleitung zum Burnout“.

Dieser Artikel wird der Auftakt der schon länger angekündigten Artikelserie zur Achtsamkeit. Was ich mir unter Achtsamkeit vorstelle und was das in der Vereinbarkeit zu suchen hat, gibt es dann nächstes Mal zu lesen.

Sabrina
Hy, hier schreibt Sabrina. Freiberuflich als Copywriterin anzutreffen, mit Mann & zwei Kindern in enger Gemeinschaft. Feministisch, bindungsorientiert & zutiefst sarkastisch. Bekennende #coffeeholic

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