Achtsamkeit, Bedürfnisse, persönliches
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So bin ich gar nicht.

Ein ganz und gar persönlicher Artikel. Der Anlass? Als mein Kind mich vor anderen Leuten als Ernst, schweigsam, meckerig beschrieb. Und mich diese Leute, die mich so gar nicht weiter kannten, verwirrt anschauten.

Nein, meistens interessiert mich nicht, was andere Leute von mir denken. Aber in dem Fall hatten sie mich schon anders erlebt: Wir hatten zusammen gelacht, Spaß gehabt und insgesamt gut miteinander harmoniert. Und dann kam mein großes Kind, das nie ein Blatt vor den Mund nimmt. Und recht hatte sie auch noch. Dabei will ich so gar nicht sein.

Ich bin gar nicht so ernst

Ich lache nicht besonders viel im Alltag. Meistens ist mein Kopf voller Zeug, den ganzen To-dos und don’t-forgets, all diesem Erwachsenenkram mit offenen Rechnungen und Steuerkram, Terminen und Erwartungen. Die Leichtigkeit ist mir abhanden gekommen, irgendwo zwischen dem Ende des Studiums und dem „jetzt“.

Wie kriege ich das wieder zurück?

Stark auch nicht…

Ja doch, meistens kriege ich den Alltag gestemmt. Ich muss ja. Das ist so ein Erwachsenending, oder? Dinge geregelt bekommen. Zeug erledigen. Zuverlässig, ordentlich, regelmäßig.

Vielleicht ist es auch ein Generationending, das mich diese permanente Wiederholung im Alltag zermürbt. Da wird uns in Schule und Studium noch versprochen, wir könnten alles werden, alles machen, alles sein. Und dann stehen wir am Samstag nachmittag mit einem Berg Wäsche in der Waschküche – wie jedes Wochenende. Oder backen den eigenen Geburtstagskuchen am Vorabend um 21:00 Uhr.

So ist das halt. Es gibt weder Ponyhof noch Glitzereinhörner für uns, nur den Alltag. Irgendwo tief drin in mir ist dieser Gedanke, das da doch irgendwie mehr kommen müsste.

Wie kriege ich das weg?

Ich war mal…

… die, die mit Freunden vier Tage lang „Männertag“ gefeiert hat. Kaputt war hinterher nur unser Schlafrhythmus, eine frisch gepflanzte Rose im Garten – und der Hund, der seinen höchstpersönlichen Kater ausschlafen musste (er tut mir heute noch SO leid!)

… die, die mit 16 absolut furchtlos ins WOA fuhr, mit Leuten die sie kaum kannte.

… die, die Hochschwanger im Projektmeeting saß, danach die 100km von einem Standort zum nächsten fuhr und dort das Halbtagspraktikum schmiss.

Und das alles – mit einem Lächeln. Und entspannt.

Wie krieg ich das wieder zurück?


Wie machst Du das?

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