Rezension: Ayelet Waldman: Böse Mütter

Böse Mütter. Ayelet Waldmann

Böse Mütter. Ayelet Waldmann

Im Buch „Böse Mütter“ von Ayelet Waldman mit dem Untertitel „Meine mütterlichen Sünden, großen und kleinen Katastrophen und Momente des Glücks“, berichtet die Autorin mit viel Humor von ihrem Familienleben. Sie erzählt davon, wie sie sich mit jedem ihrer vier Kinder weiter entwickelt hat, von ihren Ansprüchen und der Realität. Herausgekommen ist dabei ein sehr persönlicher Bericht, der den Leser auch an durchlebten Krisen teilhaben lässt. Und es wird deutlich, dass auch die Autorin, wie wahrscheinlich jede Mutter, von dem dauerhaft schlechten Gewissen geplagt wird, nicht gut genug zu sein.

Ayelet Waldman zeigt aber auch deutlich auf, dass unsere Ansprüche an die „gute Mutter“ so überhöht sind, dass niemand sie erfüllen kann. Sie spricht sich dafür aus, unsere Ansprüche an der Realität zu messen und ihr Buch leistet genau dies.

Sie hat ein sehr persönliches und fesselndes Buch geschrieben, das ich nicht aus der Hand legen konnte, bis ich es ausgelesen hatte. Ich habe öfters herzlich gelacht bei der Lektüre. Daher kann ich das Buch nur sehr empfehlen.

Anmerkung von Sabrina: Uta hatte mir das Buch kommentarlos in die Hand gedrückt, mit dem Auftrag, es auch zu lesen. Herrlich! Ich schwankte beim lesen zwischen NICKEN und KOPFSCHÜTTELN, zum einen über die Eskapaden der Autorin als auch über diese mütterlichen Ansprüche, die sie mit aller Klarheit ans grelle Licht zerrt. Mal wieder einen schlechten Tag mit viel „Ich bin so eine schlechte Mutter“ Gedöns im Kopf? Dann ist dieses Buch genau richtig, um die Perspektiven gerade zu rücken.

Ayelet Waldman: Böse Mütter. Meine mütterlichen Sünden, große und kleine Katastrophen und Momente des Glücks. Stuttgart 2012

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