Man muss auch Gönnen können

  • Das Kind meiner Freundin schläft durch, während ich nach durchgehusteter Nacht auf dem Zahnfleisch gehe.
  • Die Nachbarin sieht schon wieder so schlank aus wie vor der Schwangerschaft, während ich immer noch mit meinem Gewicht kämpfe.
  • Der Kollege bekommt ein besonderes Lob für seine – zugegebenermaßen sehr gute – Präsentation.

Da kann man schon mal neidisch werden.

Nur bringt uns Neid nicht weiter. Denn Neid ist ein destruktives Gefühl.

Alternative: Gönnen

Wir können unserem Kollegen den Erfolg auch einfach gönnen und der Freundin den Schlaf.

Denn auch wir wünschen uns sicher, dass unsere Mitmenschen uns Erfolge gönnen und nicht neiden.

Gönnen können ist das Gegenteil von Neid. Es ermöglicht uns, Wertschätzung auszudrücken und unsere Beziehungen zu pflegen. Denn wer hört nicht gerne ein “Ich freue mich für dich”?

Außerdem ist Gönnen konstruktiv. Es eröffnet uns die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Wir können über das Gönnen ins Gespräch kommen und erfahren, was unser Gegenüber erfolgreich macht. Vielleicht verrät uns die Nachbarin eine tolle Bauchübung oder der Kollege erzählt uns von einem Buch, dass ihm bei seiner Präsentation geholfen hat.

Aber auch abseits von einem möglichen Nutzen für uns, verbessert das Gönnen in jedem Fall die Athmosphäre zwischen uns und unseren Mitmenschen. Denn auch für uns selber sind positive Emotionen besser als negative. Daher sollten wir sie nähren und sie uns auch selber gönnen.

 

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

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