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Ehrenamt oder Warum tust du dir das eigentlich an?

Ja, ich engagiere mich im Ehrenamt. Sogar in mehreren. Und weil ich das tu, bekomme ich die Frage immer wieder gestellt:

Warum tust du dir das eigentlich an? Du machst doch schon so viel, Arbeit, Familie und jetzt auch noch Ehrenamt?

Zunächst einmal muss ich dazu sagen, dass ich mir nichts „antue“. Ich engagiere mich gerne ehrenamtlich. Das habe ich schon seit meiner Jugend so getan, als ich in unserer Gemeinde Jugendgottesdienste vorbereitet habe und später Jugendgruppen geleitet habe. Ich bin damit aufgewachsen, dass es wichtig ist, sich zu engagieren. Auch meine Eltern habe immer mindestens ein Ehrenamt wahrgenommen und tun das bis heute.

Was ich tue?

Ich engagiere mich ehrenamtlich in der Stillförderung, vor allem im Bereich Stillen bei Erwerbstätigkeit. Ich bin Stillberaterin der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen e.V. und habe über dieses Engagement auch Sabrina kennen gelernt. Es gäbe also diesen Blog gar nicht, ohne unser Ehrenamt.

Außerdem engagiere ich mich noch in unserer Kirchengemeinde. Dort bereite ich Kindergottesdienste vor, weil mir wichtig ist, meinen Glauben an meine Kinder weiter zu geben. Weil es aber kein passendes Angebot für kleine Kinder gab, haben einige Familien sich zusammengeschlossen und selber etwas gestaltet.

Was bringt mir das Ehrenamt?

  • Ich engagiere mich für eine Sache, die mir wichtig ist.
  • Veränderung gibt es nur, wenn sich Menschen dafür stark machen.
  • Es macht Spaß, sich mit Dingen zu beschäftigen, die auch mal nichts mit dem Beruf zu tun hat.
  • Ich lerne viele Dinge durch mein Ehrenamt. So wusste ich früher z. B. nichts über die Erstellung von Webseiten und Blogs.
  • Und last but not least: Ich habe im Ehrenamt unheimlich viele Menschen kennengelernt, die mein Leben bereichern.

Aber….

Was die Fragenden eigentlich meinen ist, dass das Ehrenamt auch eine Belastung sein kann. Klar, das stimmt schon. Es gibt immer etwas zu tun und im Ehrenamt läuft man Gefahr, sich zu viel aufzubürden.

  1. Weil sich sonst niemand findet, der es machen würde.
  2. Weil die Sache so spannend ist, dass man sie gerne machen möchte.
  3. Weil man schlecht nein sagen kann.

Das kann man alles lernen. Man muss nicht alles tun, was man tun könnte. Und man darf auch nein sagen.

Was mich eigentlich stört ist, dass es so viele Menschen gibt, die sich über Missstände aufregen und meckern, aber nicht bereit sind, etwas dagegen zu tun. Das regt mich auf. Immer meckern, aber nichts verändern, das finde ich inkonsequent und bequem. Daher engagiere ich mich, denn ich halte mich da an Gandhi, der sagte:

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, für diese Welt

Engagiert ihr euch ehrenamtlich? Was macht ihr da so?

3 Kommentare

  1. Mal wieder ein schöner Artikel! 😀

    Ich bin ehrenamtlich Elternvertreterin in der Kita. Und mich nervt es auch auch, wenn alle immer meckern, aber niemand etwas tun will. Niemand etwas sagen will. Niemand den ersten oder einen offenen Schritt tun möchte. Wenn man die Last auf viele verteilt, kann man sein Ehrenamt noch besser wahrnehmen, ohne sich zu überlasten. Ich habe zum Glück einen Vertreter, der mir manches abnehmen kann. Außerdem bin ich zufrieden damit, dass ich jedes Jahr neu entscheiden kann, ob ich weitermachen möchte. VG!

  2. Romy sagt

    Hallo Uta, ein toller Artikel. Ich setze mich gerade im Zuge einer Projektarbeit mit dem Thema auseinander. Selbst bin ich seit ca. 6 Jahren in einem Ehrenamt tätig, wo ich Menschen mit Behinderung im Alltag begleite.
    Ich mag deine Einstellung und möchte dir vollständig zustimmen, wir sollten selbst verändern, was wir uns anders wünschen!
    LG aus Dresden, Romy

  3. Pingback: Ehrenamt und Egoismus ⋆ Vereinbarkeitsblog

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