Vereinbarkeit – und was ist mit den Vätern?

Haben Väter ein Vereinbarkeitsproblem?

Scheinbar nicht, da man darüber nie etwas hört oder liest. Vielleicht sind sie glücklich damit, den ganzen Tag zu arbeiten und abends und am Wochenende mit den Kindern zu spielen?

Der Fall von EZB-Direktor Jörg Asmussen zeigt uns auf, dass dem nicht so ist. Er wechselt ins Arbeitsministerium nach Berlin und gibt als Grund dafür an, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen.

Es gibt eine wachsende Zahl von Vätern, die eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder spielen wollen. Es sind #stillendeVaeter, die ihre Kinder tragen, nachts aufstehen und auch daran denken, wann ihr Kind welche Termine hat.

Kurz gesagt: #stillendeVaeter teilen sich die Verantwortung für die Familie mit ihrer Partnerin.

Und es werden mehr. Daher ist es höchste Zeit, dass sich auch für sie etwas verändert. Und wenn es sich erst einmal im Bewusstsein der Menschen festsetzt, dass es normal ist, dass Väter am Leben ihrer Kinder genauso teilhaben wollen wie Mütter, dann kann sich für alle etwas verändern. Die Modelle für diese Veränderung sind schon da (Elternzeit für Väter, Teilzeit, Homeoffice, usw.).

Aber leider glauben nicht alle Herrn Asmussen, wie man lesen kann. Und solange einem Mann, der öffentlich sagt, er wolle mehr Zeit für die Familie haben nicht geglaubt wird, liegt noch ein langer Weg vor uns.

Aber auch dieser beginnt mit einem ersten Schritt. Daher rufe ich alle dazu auf, positive Beispiele von Vätern, die sich aktiv ins Leben ihrer Kinder einbringen wollen mit #stillendeVaeter zu taggen, damit es ins Bewusstsein kommt, dass sie genau das tun, nämlich die Bedürfnisse ihrer Kinder stillen und Zeit für ihre Familie haben wollen.

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

2 Gedanken zu „Vereinbarkeit – und was ist mit den Vätern?“

  1. Und plötzlich hagelt es Nachfolger für den Herrn Asmussen:

    Verteidigungsminsterin von der Leyen im Homeoffice; Superminister Gabriel im „Teilzeit“ (Leute, ein Nachmittag in der Woche, was ist das schon?!). Wird doch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.