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Rezension: Mareice Kaiser: Alles inklusive

Das Kaiserinnenreich, der Blog von Mareice Kaiser zum Thema Inklusion, gehört zu unseren Bloglieblingen. Sabrina hat ihn euch in der #blogleseliebe vorgestellt. Ich habe Mareice im letzten Jahr auf der Blogfamilia bei der Podiumsdiskussion zum Thema #hatespeech erlebt und sie hat mich sehr beeindruckt. Als nun ihr Buch erschien, habe ich nicht lange gezögert und ein Rezensionsexemplar bestellt.

Ein Buch über Inklusion

Das Buch beschreibt das Familienleben der Autorin mit Kaiserin 1, ein Kind mit Behinderung und Kaiserin 2, ein Kind ohne Behinderung. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch Schwangerschaft und Geburt, durch Krankenhäuser und Kitas. Dabei schreibt sie sehr klar und unaufgeregt, benennt aber gleichzeitig die emotionale Achterbahn, die ein Leben mit einem behinderten Kind oft mit sich bringt.

Ein weiter Weg

Das Buch zeigt auf erschreckende Weise, wie Menschen mit Behinderungen von unserer Gesellschaft und unserem Gesundheitssystem (allen voran die Krankenkassen) noch zusätzlich behindert werden. Es zeigt die vielen Hürden im Alltag, die Menschen mit Behinderung begegnen genauso auf wie die Vorurteile und Erwartungen, mit denen ihre Angehörigen konfrontiert werden. So wird deutlich, wie weit der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft noch ist.

Leseempfehlung? – ja, unbedingt!

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt. Das Buch gibt Einblicke in eine völlig andere Dimension von Vereinbarkeit und ich bewundere die Autorin, dass sie so viel Kraft aufbringt, für ihre Familie zu kämpfen. So kann ich „Alles inklusive“ nur dringend empfehlen, denn es führt uns viele Dinge vor Augen, die schief laufen, angefangen von der Infrage-Stellung des Lebenswertes behinderter Menschen über die unwürdige Behandlung durch Krankenkassen bis hin zur Überforderung von Kindertagesstätten.

Der Traum von der gelungenen Inklusion

Ich hoffe wirklich, dass der Traum von der Inklusion, der am Schluss des Buches steht, in Erfüllung geht, denn die dort beschriebene Gesellschaft klingt bunt und freundlich.

 

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