#wmdedgT: noch eine Woche…

… bis zu den Herbstferien. Zum Glück, denn ich gehe wirklich auf dem Zahnfleisch. Drei Klausuren sind schon geschrieben, eine davon auch schon korrigiert. Morgen kommt noch eine Oberstufenklausur dazu.

Dieses Wochenende habe ich nicht korrigiert und hoffe, das war kein Fehler. Aber ich brauchte einfach mal Ruhe, sonst würde ich diese Woche nicht schaffen.

6.00 Uhr Aufstehen

Die Woche beginnt früh, wie jeden Montag seit den Sommerferien. Der große Sohn muss um 7.00 Uhr beginnen, der kleine um 7.50 Uhr und ich fange um 8.00 Uhr an. Also aufstehen, Kinder wecken, Kaffee kochen und Tee für den Großen, Tisch decken, die Spülmaschine dabei wenigstens schon einmal zu Hälfte ausräumen, frühstücken, wach werden, den Kleinen an drölfzig Dinge erinnern (nicht zuletzt die Maske), die eigenen Schulsachen überprüfen, anziehen, an den Mann übergeben und um 7.10 Uhr aus dem Haus.

7.30 Uhr Ankunft in der Schule

Hier ist es um diese Uhrzeit noch eher ruhig. Die Kolleg:innen trudeln so nach und nach ein, es ist Zeit, sich zu organisieren. Die Materialien für die erste Stunde bereit legen und den Sitzplan nicht vergessen, den wir wegen Corona derzeit nach jeder Unterrichtsstunde abgeben müssen. Mit dem Vertretungsplaner kläre ich noch die Vertretung, die ich am Donnerstag brauche, damit ich an der Besprechung für die Projektwoche teilhemen kann. Dann noch kurz mit dem Kollegen über seine Spanischarbeit reden, denn gleich habe ich Förderunterricht bei seinem Kurs, da sollte ich wissen, was dran kommt.

Um 8.00 Uhr beginnt die erste Stunde, wie gesagt Förderunterricht. Heute sind ein paar Schülerinnen zusätzlich gekommen, weil sie noch üben wollten. Also schauen, was sie brauchen und sie bei Fragen unterstützen. Sie üben Texte schreiben, da kann ich zwischendurch die To do-Liste für den Tag machen und mir einen Überblick über die Woche verschaffen.

Am Ende der Stunde gehen die Schülerinnen zufrieden aus dem Raum. „Sie haben uns sehr geholfen.“ Das höre ich gerne.

9.00 Uhr Springstunde 1 von 7 diese Woche

In der zweiten Unterrichtsstunde habe ich eine Springstunde, d.h. ich habe keinen Unterricht. Also Zeit, die To do-Liste anzugehen. Der Klausurraum für morgen ist schnell abgeklärt und auch die Tatsache, dass morgen in diesem Raum Handwerker arbeiten sollen, betrifft die Klausur nicht. Puh!

Dann also alles für die 3. Stunde kopieren, denn da gebe ich eine Klassenarbeit zurück und die Schüler:innen brauchen Material für die Berichtigung.

Nebenbei beginne ich diesen Blogpost, sichte meine Mails und tausche mit einer Kollegin Material für die Q2 aus und wir verabreden uns für die 4. Stunde, um hier die neue Reihe zu planen.

10.05 Uhr Pause

20 Minuten Pause bedeutet 20 Minuten Zeit, um sich mit Kolleg:innen auszutauschen, schnell eine Tasse Tee zu trinken, auf die Toilette zu gehen und neue Sitzplanformulare zu organisieren. Dann geht es auch schon los zur dritten Stunde.

Die Schüler:innen bekommen ihre Klassenarbeit zurück, die sie letzten Donnerstag geschrieben haben. Da ich danach schon mehr als 3 Stunden mit Klausuraufsichten verbracht habe, und diese Klausuren ja auch noch korrigiert werden müssen, habe ich die Arbeit in dieser Zeit korrigiert.

Es gibt die Ansage, dass sie zuerst an der Berichtigung und Überarbeitung ihrer Texte arbeiten sollen. Dann gehen mehrere Finger hoch:

Wie viele Punkte hätten mir zu einer (hier beliebige Note einsetzen) gefehlt?

Warum haben Sie das hier nicht gelten lassen?

Was habe ich hier falsch gemacht?

Ich bin ziemlich viel unterwegs, kläre Fragen, spreche Mut zu und verteile auch Taschentücher.

Zwischendurch mache ich noch eben ein Foto von einer Aufgabe, die ich später brauche und fülle den Sitzplan aus. Da morgen Fachkonferenz Spanisch ist, fällt die nächste Stunde in dieser Klasse aus und ich gebe den Schüler:innen die Aufgabe, etwas zu tun, was ihnen Spaß macht.

11.25 Uhr Springstunde 2

Wie besprochen setze ich mich mit der Kollegin zusammen und wir erstellen gemeinsam eine Projektaufgabe für die Q2. Die Zusammenarbeit klappt super und gemeinsam macht es einfach mehr Spaß.

Außerdem bleibt noch Zeit für ein Gespräch über die Familie und darüber, wie froh wir sind, dass bald die Ferien anstehen. So geht auch diese Stunde sehr schnell vorbei und die Mittagspause beginnt.

Coronabedingt dauert diese im Moment hier 90 Minuten. Also beschließe ich, später mit einem anderen Kollegen gemeinsam zu essen und korrigiere vorher noch ein wenig, drucke die frisch erstellte Aufgabe aus, schreibe hier noch etwas weiter und sortiere mich wieder.

Dann geht es in die Mensa zum Essen. Heute gibt es Schnitzel mit Pommes. Für mich in vegan. Dazu Salat von der Salatbar und zum Nachtisch Obst. Allerdings immer erst nachdem ich mir die Hände desinfiziert habe.

Nach dem Essen ist gerade noch Zeit für eine Tasse Tee im Sitzen, bevor es wieder in den Unterricht geht.

Endspurt

14.10 Uhr die letzte Stunde für heute beginnt. Es ist auch gleichzeitig die letzte Stunde vor der Klausur morgen und da nehme ich mir immer Zeit für die Fragen der Schüler:innen. Und die haben viele Fragen und auch Ängste. Denn die letzte Französisch-Klausur ist lange her und bei mir haben die meisten noch nie eine Klausur geschrieben.

Also beantworte ich alle Fragen und versuche, sie zu bestärken, dass sie gut vorbereitet sind und das bestimmt schaffen werden.

Nach der Stunde packe ich noch eben die Wörterbücher für die Klausur morgen in eine Kiste und dann geht es durch die Rushhour nach Hause.

Während der Fahrt ist ein wenig Zeit, zur Ruhe zu kommen und mein Hörbuch weiter zu hören.

15.50 Uhr – Endlich daheim

Zu Hause wartet Mr. T mit Kaffee und wir besprechen, wie der Tag bisher verlaufen ist und was noch ansteht.

Der kleine Sohn hat noch ein Fußballspiel und ich habe noch Physiotherapie und ein Treffen, um den Familiengottesdienst an Allerheiligen vorzubereiten.

Also ist bald für alle wieder Aufbruch angesagt. Mr T mit dem Sohn im Auto, ich gehe zu Fuß. Die Bewegung tut gut und ich gehe noch kurz in die Bibliothek. Zwei Bücher abgeben, den Ausweis vom Sohn verlängern und zwei neue Bücher mitnehmen. Dann zur Physiotherapie, den Rücken wieder entspannen.

17.30 Uhr im Pfarrhaus

Gottesdienst vorbereiten ist entspannt und eine schöne Zeit. Auch bleibt noch etwas Ruhe für ein gutes Gespräch, bevor es wieder zurück in den Alltag geht.

Um 19.30 Uhr bin ich wieder zu Hause, wo mir der große Sohn kurz über den Weg läuft, aber gleich wieder verschwindet. Ich mache Abendessen, damit wir nach dem Fußballspiel noch etwas Warmes in den Magen bekommen.

Das Essen wird genau richtig fertig und so sitzen wir zu dritt und atmen durch.

Nach dem Essen bringe ich den kleinen Sohn ins Bett. Auch wenn er „schon“ 11 ist, genießen wir die gemeinsame Zeit abends immer.

21 Uhr Feierabend oder so

Bevor ich es auf die Couch schaffe, räume ich noch die Spülmaschine ein und bereite mein Frühstück vor. Dann aber ist endlich Füße hochlegen angesagt. Mr. T schaut Tennis, ich scrolle noch ein wenig durch Social Media und daddel.

Da aber auch morgen wieder ein langer Tag ansteht (7.30 Frühaufsicht, Unterricht bis 15.10, danach noch Fachkonferenz mit open end), gehe ich um 22.30 Uhr ins Bett. Ich brauche mindestens 7 Stunden Schlaf, sonst wird das nichts.

Und so geht ein langer Tag zu Ende, der Auftakt einer anstrengenden Woche. Aber zum Glück ist es die letzte vor den Herbstferien.

#wmdedgT ist ein Format von Frau Brüllen.

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.