#BlogLeseLiebe, Rezensionen & Lektüre
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#BlogLeseLiebe: kaiserinnenreich.de

Immer einen Blick über den Tellerrand wagen, ist im Alltag schon wichtig. Finde ich. Und wenn ich auf anderen Blogs stöbere, dann gucke ich auch: Ist das noch in meiner eigenen Filterblase? Schreiben alle über das Gleiche? Einen Blog habe ich heute in der #blogleseliebe, der den Tellerrandblick eine Runde erweitert.

Der Blog: Kaiserinnenreich.de – der inklusive Familienblog

Dieser Blog ist relativ neu. Gerade erst 2014 entstanden. Und er beschreibt das Leben mit Kinder mit special needs, wie es so schön heißt. Es geht also um Inklusion. Darum, wie es mit behinderten Kindern im Alltag klappt, was Inklusionsfamilien umtreibt.

Die Beiträge sind vergleichsweise sachlich – ich wäre bei dem Thema oft viel emotionaler! Und das Thema ist oft: Wie gehen andere Menschen (Mütter!) mit uns als Inklusionsfamilie um? Wie verbringen wir unseren Alltag?

Als Leserin ist das für mich eine neue Erfahrung. Zu erfahren, wie sich die Wahrnehmung verschiebt. Oft gibt es Einträge aus dem Alltag – als Mutter ohne special needs Kinder würde ich einige Situationen anders aufnehmen. Wahrscheinlich auch lockerer sehen – aber wie gesagt, wir haben hier keine special needs Kinder. Wir sind keine Inklusionsfamilie und die Krankenhausaufenthalte der Kinder sind nahe Null. Was die Erfahrungsberichte im Krankenhaus teilweise erschreckend macht. Was da passiert…

Die Aufbereitung von Wochenthemen macht es auch einfacher, sich im Thema zu bewegen: passende Blogposts, Veröffentlichungen in Zeitschriften usw. sind dort zu finden.

Lieblingspost, momentan

Das ist verdammt schwierig, muss ich sagen. Die lose Reihe „behinderte Momente“ ist amüsant – und traurig.

Weniger der eigentliche Artikel (denn er ist kurz und gibt die Frage an die Leser weiter), sondern die zahlreichen Kommentare unter dem „Leben im Krankenhaus“ Artikel sind es, die mich umhauen. So viele Erfahrungen – negative & positive – und so eine Vielfalt an Reaktionen darauf. Auch Rückhalt der anderen Kommentatoren. Kein fieses Gebasche und keine „ihr macht das verkehrt“ Belehrungen.

Fazit

Wer schnell Tränen verdrückt und/oder aus anderen Gründen bei diesem speziellen Thema nicht weiterlesen kann, sollte sich nicht durch die Beiträge lesen. Wer seine eigene Unbehaglichkeit mit dem Thema Inklusion beleuchten mag (und dazu zähle ich mich – mir fehlt schlicht die Alltagserfahrung!), der sollte definitiv reinschauen.


Inspired by Mama Notes. Mehr zur #BlogLeseLiebe gibt es hier.

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  1. Pingback: Rezension: Mareice Kaiser: Alles inklusive ⋆ Vereinbarkeitsblog

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