Irgendwas ist immer

Irgendwas ist ja immer. Auch wenn ich denke, ich habe alles im Griff, kommt garantiert etwas dazwischen. Ein Kind wird krank, das Auto geht kaputt, oder was auch immer.

Stress pur

Und das ist furchtbar anstrengend. Da versuche ich, alles einzukalkulieren, für jeden Plan eine Alternative A, B und C zu haben und doch kommt wieder was. Das macht mich müde, traurig, wütend und ich fühle mich einfach nur hilflos.

Da wäre eine Portion Gelassenheit toll, mit der ich einfach über den Dingen schweben könnte. Aber die habe ich dann gerade am allerwenigsten. Umso besser, wenn dann wenigstens jemand da ist, bei dem ich mich ausheulen kann und der mich in den Arm nimmt. Eine Freundin, mein Partner oder auch die Facebook-Kontakte.

Was hilft?

Aber was wahrscheinlich am meisten hilft ist die Erkenntnis, dass das Leben eben so ist. Wir können nicht alles planen. Es kommt immer irgendetwas, was wir nicht vorhergesehen haben.

Oft sind das ja auch schöne Dinge. Ein unerwarteter Anruf eines alten Freundes, ein positiver Steuerbescheid. Diese Dinge stören uns nicht. Wir mögen diese Art Überraschung und sie machen unser Leben schöner.

Aber die anderen Dinge, die alle Pläne über den Haufen werfen und uns aus der Bahn bringen. Mit denen hadern wir viel zu oft. Ich zumindest. Und was bringt das kämpfen gegen Dinge, die ich nicht ändern kann?

Gar nichts. Wenn das Kind krank ist, dann ist es eben krank. Dann muss ich damit leben. Es wird nicht gesund, nur weil es mir gerade nicht in den Kram passt. In dem Posting zu Dann ist das halt so habe ich es schon geschrieben.

Surfen lernen

In der Achtsamkeitspraxis gibt es das Bild, dass das Leben ein Meer mit Wellen ist. Wir werden immer wieder von diesen Wellen überrollt. Wir können sie auch nicht aufhalten. Aber wir können lernen, auf ihnen zu surfen.

Wir können sie Wellen des Lebens reiten, auch wenn sie manchmal über uns zusammenschlagen, wir Wasser schlucken. Aber wir können dann wieder aufs Surfbrett steigen, uns ausbalancieren und weiter machen.

Dieses Bild hilft mir persönlich sehr, in Situationen, wo mal wieder alle Pläne vom Leben überrollt werden.

 

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

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Stille.