Das Leben mit größeren Kindern ist ….

Auf dem Elternhandbuch wird gerade die Gretchenfrage neu defniert: als #babyfrage. Ob man lieber größere Kinder oder Babys hätte. DAS ist hier die Frage … aber für mich ist die Antwort total einfach. Ehrlich. Denn, ja wirklich: Mit Babys kann ich nicht viel anfangen. Ok, außer stillen, tragen und kuscheln. Das ist alles toll – und füllt die Körperkontakt-Speicher sowas von auf. Also sowas von, dass ich manchmal gar nicht mehr angefasst werden wollte, von niemandem. So eine Art Körperkontakt-Overload.

Aber davon ab, gefällt mir das Leben mit größeren Kindern bereits jetzt schon besser. Ja, ok, sie reden ziemlich viel. Und sind laut. Die Möglichkeit, mit Kindern zu REDEN gefällt mir allerdings wesentlich besser als das mehr oder weniger Herantasten an die Baby-Bedürfnisse.

Leben mit größeren Kindern? Meine Top 5

#1 Essen machen? Selber machen lassen!

Mal abgesehen davon, dass sie einfach Spaß am selber machen haben, *können* größere Kinder das auch einfach mal. Andere mögen das permanente „Kühlschrank auf – Kühlschrank zu“ verfluchen. Ich beobachte fasziniert, wie selbstständig und auch eigenverantwortlich meine Kinder ihre Snacks selbst zusammen stellen. Wie die große Schwester dem kleinen Bruder dabei hilft, einen Apfel zu schneiden. Wie der Kleine ganz und gar stolz darauf ist, selbst etwas zu essen gemacht zu haben.

Und manchmal, manchmal freu ich mich schon drauf, wenn sie mir künftig auch mal was backen oder kochen werden. Das ist toll!

#2 Bespaßung ade!

Ist größeren Kindern auch mal langweilig? Klar. Aber, ganz im Ernst: das halten die schon aus. Und finden faszinierende Dinge, die sie dann auch direkt mal eben machen.

  • Höhlen und Roboter (aus Pappresten) bauen?
  • Rad-Parcour auf der Straße vor dem Haus?
  • Kunstprojekt mit verschiedenen Materialien und Farbtypen im Kinderzimmer entwickeln?
  • Experimente mit Wasser, Seife und (ich wills gar nicht so genau wissen) im Bad?
  • ….

Auf was für Ideen die Kinder kommen, wie sie das selbstständig umsetzen und wirklich, wirklich coole Ideen entwickeln. Meine Rolle dabei? Material beschaffen, nicht „nein“ sagen, staunen. Da ich eh nur mäßig begeisterter „Mitspieler“ bin, aber perfekter Statist UND Materialbeschaffer: Das ist toll.

#3 mehr Freiheit im Wohnzimmer

Ach, das hat auch was. Je größer die Kinder, desto mehr Spielzeug wanderte aus dem Wohnzimmer wieder zurück in die Kinderzimmer. Klar, so ein Baby braucht ja nicht viel. Ein Kleinkind mit 1,5 Jahren hatte hier aber doch ziemlich viel Zeugs, dass irgendwie immer im Wohnzimmer landete.

Jetzt schleppen sie ihren Kram zwar her, tragen ihn dann aber (meistens) auch wieder zurück. Und kleiner wird das ganze Zeug auch: von großen Bauklötzen hin zu kleinen Lego-Steinchen und Playmo-Figuren ist es echt ein netter Schritt.

Nur die Mal- und Bastelsachen lagern hier noch zentral und raumgreifend im Wohnzimmer. Das ändern wir aber bald mal..

#4 Hörbücher rocken

Kind 2 liebt (meine) Musik; Kind 1 zieht Hörbücher vor. Und das ist irgendwann im Lauf des letzten Jahres perfekt geworden, um die immer gleichen Kindersendungen zu ersetzen. Wie toll das ist, wenn Kind 1 für 1-2h komplett im Zimmer verschwindet, entspannt spielt und Hörbücher anhört..

Je nachdem, was läuft, kommt dann auch schonmal spannende Extra-Wissen dabei rum. Oder wusstet ihr, das Schnecken Zähne haben? (Hörbuch: Monika Häuschen).

#5 no more Einschlafbegleitung

Ja gut, fast. Der bald 5jährige braucht das noch ab und an. Aber eben nicht mehr oft, nicht mehr dauernd. Stattdessen gehen beide zusammen ins Bett. Kind 1 liest Kind 2 manchmal sogar noch etwas vor (wie cool ist das?!), sie hören Hörbuch oder erzählen sich anderweitig Geschichten.

Und ich, ich hab plötzlich sowas ähnliches wie Feierabend.

nach

Hy, hier schreibt Sabrina. Freiberuflich als Copywriterin anzutreffen, mit Mann, zwei Kindern & Bürohund in enger Gemeinschaft. Feministisch angehaucht, bindungsorientiert & zutiefst sarkastisch. Bekennende #coffeeholic

2 Gedanken zu „Das Leben mit größeren Kindern ist ….

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