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Unwort: Work-Life-Balance

Work-Life-Balance – dieser Begriff wird gerne im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit benutzt. Denn es gilt doch, die verschiedenen Lebensbereiche auszubalancieren. Familie, Arbeit, Freizeit – all dies soll unter einen Hut gebracht werden und dabei soll ein Gleichgewicht entstehen.

Warum soll dieser Begriff dann ein Unwort sein?

Work-Life-Balance ist ein irreführender Begriff. Denn er bedeutet, dass man Arbeit und Leben in Balance bringen solle.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, liebe Leser_innen. Aber für mich ist meine Arbeit ein Teil meines Lebens und nicht getrennt von ihm. Genauso wie Familie und Freizeit. Alle diese Teile meines Lebens möchte ich ausbalancieren. Der Begriff Work-Life-Balance konstruiert aber einen Gegensatz von Arbeit und Leben. Denn wenn die Arbeit Teil des Lebens ist, dann kann man sie nicht mit dem Leben ausbalancieren.

Was dann? Vereinbarkeit/Life-Balance!

Vereinbarkeit finde ich da passender. Denn das trifft es besser. Ich vereinbare mehrere Bereiche miteinander. Arbeit, Familie, Freizeit zum Beispiel. Der Begriff wertet nicht einen Bereich stärker als den anderen, er bietet Spielraum für eine individuelle Aufteilung der Bereiche.

Life-Balance wäre vielleicht auch noch eine Alternative. Denn dann kann man sein Leben ins Gleichgewicht bringen. Auch hier wieder ohne die Bereiche zu werten.

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