Ideen für Paarmomente #2: Autofahren mit/ohne Kind

Autofahren, ernsthaft? Das ist doch DER Stressfaktor schlechthin mit Kindern, oder? In meiner Familie hat Autofahren eine verbindene Tradition. Ein Großteil meiner Familie lebt gut 3 Autostunden entfernt von meiner Ursprungsfamilie. Ich lebe selbst gut 6 Autostunden entfernt – insgesamt müsste ich einen kompletten Tag im Auto verbringen, um meine Tanten oder Cousins zu besuchen.

Und in den Anfangsjahren in der Beziehung zu meinem Mann fuhren wir auch überdurchschnittlich viel Auto – teilweise pro Woche 800km (und das jeder!), weil wir räumlich getrennt lebten und arbeiteten. Wann, wenn nicht im Auto unterhält man sich also? Eben!

Einige positive Aspekte vom Partnermoment im Auto:

#1: ein eng umgrenzter Raum – bei intensiven Gesprächsthemen kann keiner “abhauen”

Wir diskutieren hier gern mit harten Bandagen bei bestimmten Themen. Politisch, gesellschaftlich, philosophisch: Das gibt Reibungspunkte. Bei ausreichend “Fluchtraum” endet so eine Diskussion dann schon mal damit, dass einer seine Tätigkeit vorschiebt und mit “ich muss da mal noch was fertig machen” flüchtet. Klappt im Auto natürlich nicht. Stattdessen ist auf so kleinem Raum Diskussionskultur notwendig. Weder zu laut noch zu hektisch darf es werden.

#2 begrenzte Zeit – irgendwann ist man angekommen

Das ist bei intensiven Gesprächsthemen durchaus ein Vorteil. Dann muss das Thema nämlich durch sein. Es bedeutet aber auch etwas anderes. Schließlich wird begrenzte Zeit intensiver genutzt. Wenn man sich schon immer über ein bestimmtes Thema in Ruhe unterhalten wollte, dann jetzt. Ein Thema, wohlgemerkt.

#3 was anderes kann man sowieso nicht machen

“Nichts zu tun” ist ein Luxus, der hier seit der Elternschaft quasi einem Lottogewinn gleicht. Irgendwas ist immer zu tun, es gibt immer noch eben etwas aufzuräumen, etwas wegzutragen, zu sortieren, zu waschen… ihr kennt das. Im Auto lässt sich aber “nichts” weiter tun. Aus dem Fenster schauen vielleicht noch, Musik hören oder lesen. Oder eben: Ganz bewusst den Kontakt mit dem Partner suchen.

Und was ist mit dem Zug? Geht sicherlich genauso – ich fahre aber kaum Zug – ist also nicht mein Fachgebiet. Da kann ich wenig aus eigener Erfahrung beisteuern.

Und die Kinder?!

Zugegeben: Das funktioniert nur, wenn die Kinder relativ ruhig sind. Entweder, weil sie schlafen oder weil sie selbst mit eigenen Sachen beschäftigt sind. Bei älteren Kindern machen Hörspiele, Audio-Player usw. Sinn.

Zeitansatz: Komplett variabel. Aber ernsthafte Gespräche brauchen halt ihre Zeit – mehr als 10min machen schon Sinn.

Geldansatz: Spritgeld. Das wars.

Effekt: #1-3 stehen oben.

 

Sabrina
Hy, hier schreibt Sabrina. Freiberuflich als Copywriterin anzutreffen, mit Mann & zwei Kindern in enger Gemeinschaft. Feministisch, bindungsorientiert & zutiefst sarkastisch. Bekennende #coffeeholic

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