Hochsensibel Mama sein (Kathrin Borghoff)

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Kathrins Posts über die Entstehung ihres Buchs hatten wir regelmäßig verfolgt. Und dann lags auch schon hier, ich hatte die ersten Seiten regelrecht verschlungen.

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Jetzt bin ich komplett durch. Willst du wissen, wie ich das Buch „Hochsensibel Mama sein. Das Ressourcenbuch.“ finde?

Das Thema: Hochsensible Mütter

Von außen betrachtet sieht die Mutterschaft anderer für eine ausgeprägt feinfühlige Mutter aus wie ein gemütlicher Spaziergang und fühlt sich bei sich selbst gleichzeitig an wie ein Marathon ohne Ziel.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 64

Ja. Ja, VERDAMMT. Genau so. Ob wir es jetzt hochsensibel, feinfühlig oder besonders sensibel nennen wollen – wobei es halt bitte hochsensibel heißt – ist fast egal. Es gibt da draußen viele, sehr viele Mütter (und Väter), die so fühlen. Die sich falsch und kaputt fühlen. Deren Wahrnehmung „anders“ ist. Nicht unbedingt besser oder schlechter, aber unterscheidbar. Und um diese Eltern geht es hier im Buch.

Es war ein bisschen so, als hätten die Neurotransmitter ihres Gehirns vor lauter Langeweile da oben eine Prügelei begonnen und brauchten nun definitiv einen Schiedsrichter, um das Drama zu schlichten.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 173

Und gerade die Mutterschaft macht beides: tödliche Langeweile und totale Überforderung. Noch dazu mit lieben kleinen, die – so scheint es meistens – keinerlei Rücksicht auf die Erschöpfung nehmen.

Hochsensible Menschen entdecken in ihren eigenen Kindern einen Spiegel, in den sie niemals hineinschauen durften oder wollten.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 238

Spoiler: Unter Umständen musst du gelegentlich das Buch beiseite packen und mal ne Runde atmen gehen, wo gerade keiner die feuchten Augen kommentieren kann. Emotional lädierte lesen das vielleicht besser in kürzeren Einheiten, statt in einem Rutsch durch.

Ressourcenbuch: Beispiele. Übungen. Empowerment.

Kathrin hat ein Ressourcenbuch geschrieben. Sprich: Beispiele aus ihrem Beratungsalltag, aus BabySteps-Kursen und aus ihrem eigenem Alltag wechseln sich ab. Das ist manchmal lustig, manchmal bewegend und manchmal frustrierend. Letzteres, weil es auch wieder zeigt: Wer aus der Rolle fällt, kriegt schnell das Label „passt nicht“ aufgepappt. Und was das mit Menschen macht, können sich die feinfühligen und empathischen unter uns nur zu gut vorstellen.

Soziale Ablehnung tut buchstäblich und bewiesenermaßen weh. […]

Und Menschen, die besonders viel fühlen, sich seltsam ängstlich, zurückhaltend oder eigenbrötlerisch verhalten, die „zu oft“ anfangen zu weinen oder „immer übertreiben“, empfinden den sozialen Ausschluss schon, wenn sie eigentlich nichts weiter als sie selbst sind.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 209

Zustandsbeschreibungen sind das eine. Hilft das Buch nun wirklich weiter? Ich finde ja. Neben dem obligatorischen „Bin ich überhaupt hochsensibel?“ Test gibt es verschiedene Übungen und Denkaufgaben. Teils körperlich, teils leicht esoterisch angehaucht aka Mindset-verändernd. Du kannst sie machen oder überblättern. Dein Ding. Ich halte es aber für wesentlich, den Gedankengängen in den Übungen zu folgen.

Schließlich geht es bei einem Ressourcenbuch ja genau darum, sich selbst besser kennenzulernen, sich besser zu verstehen – und letztlich mit sich selbst besser klar zu kommen. Quasi.

Und das ist auch der essenziell wichtige Part, der in diesem Buch immer und immer wieder auftaucht: Kathrin wiederholt stetig, wie richtig, wie gut, wie genau exakt „gut genug“ hochsensible Mütter sind. Auch und gerade dann, wenn sie sich selbst so nicht sehen/sehen können.

Buchcover Hochsensibel Mama sein von Kathrin Borghoff

Ich glaube fest an dich und daran, dass du aus diesem Gleichgewicht das Beste schöpfen wirst. Denn eines ist ganz sicher: Auch DU bist gut, so wie du bist. Mit oder ohne Konzept.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 234

Deinen Anspruch und deine Erwartungen formst du selbst und niemand anders.

Borghoff: Hochsensibel Mama sein, S. 272

Fazit: Lesenswert

Solltest du das Buch lesen? Als hochsensible Mutter auf jeden Fall. Als hochsensibler Vater auch (jaha, es gibt einen extra Abschnitt nur für dich!).

Du solltest es aber auch dann lesen, wenn du grundsätzlich an dir selbst zweifelst. Wenn Mutterschaft mit all seinen Ansprüchen so schwierig wie eine Mount Everest-Besteigung zu sein scheint. Wenn du dich unverstanden fühlst oder wenn alle anderen diesen oben zitierten gemütlichen Spaziergang bewältigen – und du echt gerne aus dem Marathon aussteigen würdest. Dann lies das Buch. Mach einfach.

Sabrina
Hy, hier schreibt Sabrina. Freiberuflich als Copywriterin anzutreffen, mit Mann & zwei Kindern in enger Gemeinschaft. Feministisch, bindungsorientiert & zutiefst sarkastisch. Bekennende #coffeeholic

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