Freilernen im Sommer

Es sind Sommerferien, zumindest hier bei mir schon. Und in den Ferien, da haben wir frei. Da sind wir frei. Frei, das zu tun, worauf wir Lust haben. Zeit zu entspannen und nichts zu tun. Aber auch Zeit zu lernen. Frei zu lernen.

Freilernen

Freilernen bedeutet, dass man selbst wählt, was man lernen möchte und wie man es lernen möchte. Es bedeutet, selbst gesteuert und selbst initiiert zu lernen, ohne eine Bindung an Schule, ohne von außen vorgegebenes Curriculum. Es ist diie natürliche Art zu lernen.

Lernen in den Sommerferien?

Warum eigentlich nicht? Es geht ja schließlich nicht um institutionalisiertes Lernen, sondern darum, selbst gesetzte Lernziele zu erreichen. Und wenn wir mal ehrlich sind, lernen wir sowieso ständig. Denn jedes Mal, wenn wir etwas lesen, hören, sehen, was uns neu ist, dann lernen wir auch etwas.

In den Sommerferien haben wir die Zeit, uns intensiver mit den Themen auseinanderzusetzen, die uns interessieren. Daher eignen sie sich besonders gut zum Freilernen.

Freilernen bedeutet nicht, alleine lernen

Freilernen ist nicht zwangsläufig eine einsame Tätigkeit. Wir können uns auch dafür entscheiden, einen Kurs zu besuchen, um unser Lernziel zu erreichen. So hat z. B. mein kleiner Sohn sich diesen Sommer das Ziel gesetzt, Schwimmen zu lernen. Als Einstieg dafür, haben wir ihn für einen zweiwöchigen Schwimmkurs angemeldet. Das wollte er so und es hat ihm viel Spaß gemacht. Jetzt heißt es selber weiter üben.

Oder ich selber. Ich habe mich in letzter Zeit noch einmal verstärkt um meine Spanisch-Kenntnisse bemüht. Dazu habe ich Unterricht genommen, aber auch Möglichkeiten hier in der Stadt gefunden, um die Sprache zu sprechen und zu hören.

Mein Großer Sohn hat sich zum Ziel gesetzt, besser in seinen Lieblingsspielen zu werden. Dazu verabredet er sich im Netz mit seinen Freunden.

Freilernen ist vielfältig

Ihr seht also, dass Freilernen in vielen Formen daher kommen kann. Sowohl die Lerngegenstände sind unterschiedlich und vielfältig, aber auch die Lernwege. Aber wichtig ist eben, dass sie frei sind. Dann macht Lernen auch im Sommer Spaß und wird wieder zu dem, was es eigentlich sein sollte – ein Teil des Lebens.

 

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

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