Alle Artikel mit dem Schlagwort: Essen

Mein Wochenende in Bildern: 17./18./19. Oktober

Frau Mierau hatte angefangen, ihr Wochenende in Bildern am Sonntag abend zu veröffentlichen. Wahrscheinlich schaffen wir das nicht immer – und ich zeige ja auch möglichst wenig Kinderbilder online. Die Idee dahinter, insbesondere diese Begründung hier gefällt mir aber ungemein gut: Wichtige Aspekte der Elternschaft wurden und werden in anderen Kulturen durch Vorbildfunktionen und durch allgegenwärtige Repräsentationen vermittelt. In der westlichen Gesellschaft hingegen sind bestimmte Anblicke und Erfahrungen fremd geworden. Dazu zählen besonders Geburt, Stillen und der allgemeine Umgang mit Kindern. Doch auch heute sind Eltern nicht nur auf sich gestellt: Was früher der persönliche Austausch und das Miterleben nebenher waren, wird nun durch Medien vermittelt. Fernsehen, Zeitschriften und Elternratgeber bieten Wissensvermittlung und beeinflussen Elternschaft nicht unwesentlich. Seit einigen Jahren treten besonders Elternblogs in den Vordergrund und bieten Eltern eine Vielfalt an Einblicken in das Leben mit Kindern: Blogs, in denen es ausschließlich um „artgerechte“ Elternschaft geht sind ebenso vertreten wie Blogs nicht-stillender, vollerwerbstätiger Mütter. […] Daher möchte ich an dieser Stelle einen Aufruf starten an alle Elternblogger, die Zeit und Lust darauf haben: zeigt …

Überlebensstrategien: Familientisch

Manche Erstmütter hören das nicht gern. Und so manche Schmachtliteratur besteht ja immer noch darauf, dass Mutterschaft (und Elternschaft) überhaupt eine Rosa-Wolken-Wattebausch-Geschichte wäre. Mit Sternchen und Glitzer. Nein, ist es nicht. Oft genug ist es harte Arbeit. Ruhig und geduldig bleiben, spielen, toben, aufräumen, waschen, putzen, kochen, Hintern abwischen, Chaos beseitigen, wenn das verhindern nicht klappt. Irgendwo mittendrin diese Momente des Glücks aufschnappen – und am besten festhalten, möglichst Patschehand-sicher. Das IST Arbeit und oft genug anstrengend. In der Familienberatung kommt es deswegen gar nicht so selten vor, dass die erschöpfte Mutter (ja, meistens ist es die Mutter) auf die Frage nach IHRER Ernährung antwortet: Weiß ich gar nicht. Ich komm irgenwie nicht zum essen.“ Da wird dann das Baby gefüttert, meist klassisch mit Brei und Löffel, sobald es im Beikostalter angekommen ist. Nebenher verlangt das Kleinkind ebenfalls nach Unterstützung beim Essen. Der Partner kommt im schlimmsten Falle später – und hat schon gegessen. Nach dem Füttern Baby säubern, umziehen – und meistens auch direkt ins Bett bringen. Wo bleibt die Zeit für die Mutter …

Phrasen: „In der 3. Welt müssen die Kinder hungern!“

Diesen Satz kenne ich noch von früher. Wenn ich meinen Teller nicht leer gegessen hatte, bekam ich ihn manchmal zu hören. Und schon damals fragte ich mich, was das mit meinem nicht aufgegessenen Mittagessen zu tun hat. Sicher, dass es in unserer Welt immer noch Hunger gibt, ist schlimm. Aber was ändere ich an der Situation, wenn ich alles aufesse? Davon bekommen die besagten Kinder auch nicht mehr zu essen. Mir ist klar, dass es dabei um das Thema „Verschwendung von Essen“ geht. Das war für meine Eltern – beide Kriegskinder – ein No-Go. Aber dieses Thema verstehen Kinder nicht und mit so einer Phrase wird ihnen auch nicht klar, worum es geht. Ich persönlich versuche lieber, meinem Kind zu erklären warum ich nicht gerne Essen wegwerfe. Strategien gegen die Verschwendung von Essen kleine Portionen: Ich geben meinen Kindern lieber kleine Portionen und lasse sie dann mehrmals nehmen. Das ist mir lieber als eine große Portion, von der dann die Hälfte nicht gegessen wird. Das funktioniert hier auch, wenn sich die Kinder selber bedienen und …

Vereinbarkeit beim Essen

Jeder Mensch hat verschiedene Vorlieben. In unserer Familie leben außerdem drei Fleischesser mit einer Vegetarierin zusammen. Daher stellt sich die Frage, wie wir das mit den gemeinsamen Mahlzeiten schaffen. Zunächst haben wir folgende Fragen für uns beantwortet: Müssen alle das gleiche Essen? – Nein, das ist nicht zwingend notwendig, wenn auch wünschenswert. Muss jeder alles probieren? – Nein, denn ich als Vegetarierin würde niemals Fleisch probieren wollen. Daher können die Kinder probieren, müssen es aber nicht. Wie vereinbare ich die unterschiedlichen Geschmäcker und Vorlieben? Die letzte Frage ist die wichtigste. Wir wollen ja nicht bei jeder Mahlzeit vier verschiedene Gerichte auf den Tisch bringen. Schließlich sind wir eine Familie und kein Restaurant. Wir versuchen uns dazu an ein paar Grundregeln zu halten, die für uns gut funktionieren: Wir überlegen in der Regel gemeinsam, was wir essen möchten. Es sollte immer mindestens einen Teil des Essens geben, den alle mögen. Das bedeutet z. B. Nudeln mit Bolognese für die Fleischesser und mit Pesto oder Tomatensauce für mich. Es kann Zutaten geben, die in unterschiedlichen Verarbeitungsstadien für …