Alle Artikel mit dem Schlagwort: Selbstfürsorge

Manchmal ist „besser machen“ einfach nicht drin.

Ein Plädoyer für „gut genug“. Nicht perfekt, aber fast Wir sind alle nicht perfekt. Aber seien wir ehrlich: Wir streben in der einen oder anderne Form trotzdem danach. Danach, möglichst gut Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Wir arbeiten stetig an unserer Kommunikation, um noch besser auf unsere Kinder eingehen zu können. Wir optimieren Zeitabläufe und Rahmenbedingungen, um im Job und drumherum besser zu werden. Wir arbeiten an uns. Jederzeit. Und manchmal klappen wir auch zusammen. Eine meiner Lieblingsbands singt Ich weiß, der Lärm des Lebens ist zuviel für Dich … Und ja, manchmal wird alles zuviel. Das Streben nach stetiger Verbesserung. Die permanenten Ansprüche die gestellt und Bedürfnisse, die erfüllt werden sollen. Keine Ahnung, wie es euch geht – aber vor Weihnachten scheint es sich zu steigern. Jahreabschluss, letzte Deadlines, Steuererklärung für die ganz späten (wie mich). Kranke Kinder, schlechtes Wetter. Und dann die Zusatztermine: Nikolausumzug, Weihnachtsfeiern, gemütliche Abende mit Freunden. Plätzchen backen & Adventsbasteln. Alles freiwillig und doch irgendwie unter Zwang. Schließlich sollen die Kinder auf den KiTa-Veranstaltungen auftreten, mitsingen – …

Rezension: „Nein aus Liebe“ von Jesper Juul

Da haben wir schon zig Bücher rezensiert. Aber der Herr Juul fehlte bislang. Das hole ich mal schleunigst nach! Im Frühjahr 2010 habe ich „Nein aus Liebe“ zum ersten Mal gelesen. Damals rezensierte ich an anderer Stelle: Nun, was hat mir Juuls Werk gebracht? Zum einen: ein oder zwei halb schlaflose Nächte. Und die eine oder andere Verletzung auf der Zunge, wenn ich mir auf selbige gebissen habe. Denn die Kernaussage  seines kleinen handlichen Buches ist: trage als Elternteil Sorge für eine persönliche und direkte Sprache. Vermeide die „nette“ und soziale Sprache, die du dir selbst angewöhnt hast. Und damit hatte ich den Salat: denn ich gehöre zu den Menschen, die sich bevorzugt und immer höflich und sozial verträglich ausdrücken. Ich versuche das zu ändern. Dem Kind gegenüber, die darauf tatsächlich prompt reagiert. Da fällt es mir leicht, mich korrekt und integer auszudrücken: Ich will nicht das du die Katze kneifst! Lass das! Im Gegensatz zu: Man haut keine Katzen, S. lass das doch bitte jetzt sein. Kniffelig, aus dem eigenen Alltagsgeschehen heraus und ohne Gegenreflektion, …

Blogparade: Selbstvertrauen – mir selbst vertrauen?

Mal ehrlich: Parallel Job, Familie und Leben zu stemmen, erfordert durchaus Selbstvertrauen. Man muss sich gegenüber denen behaupten, die das für den falschen Weg halten (bei Müttern) und gegenüber denen, die das noch immer für zu wenig halten. Gegenüber denen, die selbst alles besser/anders machen würden. Und so weiter … Das klappt überhaupt nur, wenn wir auf uns selbst vertrauen. Wir brauchen die Selbstsicherheit, dass wir diese Aufgaben im Großen und Ganzen schaffen, dass wir unsere eigenen Ansprüche genügen, unsere Bedürfnisse nicht aus dem Blick lassen – und nach unseren Vorstellungen mit unseren Kindern umgehen werden. Trotz und wegen des Jobs. Martin Grünstäudl ruft auf seinem Blog 1001erfolgsgeheimnisse.com zur Blogparade zum Thema Selbstvertrauen auf. Wir nehmen gerne teil und schreiben unsere Überlegungen zum Thema Sebstvertrauen auf. Selbstvertrauen – wofür brauche ich das überhaupt? Das Thema wirft bei mir viele Fragen auf: Warum sollte ich mir selber vertrauen? Kann ich mir selber vertrauen? Was passiert, wenn ich mich enttäusche? Muss ich dann vertrauensbildende Maßnahmen ergreifen? Und wenn ja, welche könnten das sein? Ein Teambuilding-Wochenende mit mir …

Weisheiten: Love it, change it or leave it.

Wie im Artikel Liebe, was du tust schon anklingt, ist es absolut wichtig, im Leben Dinge zu tun, die uns gefallen. Natürlich wird es in jedem Job etwas geben, was man nicht gerne macht, aber überwiegend gefallen sollte es schon. Genauso das Familienleben und die Partnerschaft. Was aber, wenn es nicht so ist? Dann sollte ich mich fragen, wie ich mit der schwierigen Situation umgehen kann. Dazu finde ich die oben stehende Weisheit wichtig. Ich sollte mir also folgende Fragen stellen: Kann ich es lernen, die Situation zu lieben? Das bedeutet für mich zu überlegen, ob es wirklich an der Situation liegt, dass ich unzufrieden bin. Oder ist es mein Blickwinkel darauf? Meine Einstellung? So kann ich mich z. B. fragen, was vielleicht andere an der Sache, die ich nicht mag, positiv finden. Oder ob wirklich alles schlecht ist, was ich so empfinde. Vielleicht stelle ich dann fest, dass ich die Aufgabe bisher nur in einem negativen Licht gesehen habe. Wenn ich meinen Blickwinkel ändere, dann kann ich vielleicht doch lernen, diese Aufgabe gerne zu …

Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun

Durch eine Familienfeier wurde mir schmerzlich bewusst, was passiert, wenn wir Menschen in unser Leben lassen, die uns nicht gut tun: Es tut weh. Es raubt uns Energie. Es kratzt an unserem Selbstbewusstsein. Ich habe mich nach diesem Erlebnis entschieden, Menschen, die mir nicht gut tun in meinem Leben keinen Platz mehr einzuräumen. Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die mir gut tun, die mir ein Vorbild sind und die mich schätzen und respektieren. So hole ich mir Liebe und Wertschätzung in mein Leben, finde Vorbilder, an denen ich wachsen kann und kann authentisch sein. Für mich ist das mehr als Selbstschutz. Es ist auch eine Botschaft an meine Familie und meine Umwelt. Ich bin es mir selber wert, geschätzt und respektiert zu werden. Wenn jemand das nicht tut, dann grenze ich mich ab, um mir selber treu zu bleiben. Kurz gesagt: Ich sorge für mich selber.