Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buch

Gemeinsam lesen – Bücher für Erstleser

Das erste Schuljahr ist fast rum und mein kleiner Sohn hat das Lesen für sich entdeckt. Vorgelesen habe ich ihm ja schon immer, aber mal ganz ehrlich, diese Erstlesebücher sind mehrheitlich schrecklich langweilig (von der Genderkacke will ich gar nicht anfangen). Aber wir haben eine Lösung gefunden, wie wir gemeinsam lesen können, ohne dass ich mich zu Tode langweile und er überfordert wird.

Rezension: Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!

Martin Wehrle zeichnet in diesem als Roman getarnten Ratgeber eine Welt, über die man lachen könnte – wenn es nicht so dermaßen traurig wäre. Die Story: ein Mann im Körper einer Frau Klingt erst mal nicht spektakulär? Ist es – denn es geht nicht um Sexualität (also, nicht nur), es geht primär um die beruflichen Chancen. Denn der Herr Müller hat nach einem Sabbatical (sehr männlich, mit Wüstenrennen usw.) keinen Job. Als Marketing-Crack ist das generell kein Problem, denkt er. Bis er blöderweise als Mann im Körper einer Frau erwacht. Sogar einer hübschen Frau – und er merkt ganz schnell, wie seine eigenen Klischeeschubladen aufspringen. Einer Frau mit seinem Äußeren hätte ER als Personalchef nämlich nie eine Chance gegeben – wer so hübsch ist, kann nichts in der Birne haben. Blöderweise braucht er einen Job. Und muss sich bewerben. Und zu Bewerbungsgesprächen gehen. Dann wird es lustig. Der Herr Müller im Körper von Frau Müller arbeitet sich gemächlich samt und sonders durch alle Klischeeschubladen, die es so gibt. Und ist Herr (Frau) Müller erstmal im …

Rezension: Die Schule der Frauen

In ihrem Buch „Die Schule der Frauen“, schreibt Iris Radisch über die Demographiedebatte. Das Buch ist zwar bereits 2008 erschienen, die Diskussion ist aber immer noch aktuell. Daher ist es auch schade, dass das Buch nicht mehr aufgelegt wird. Ich selber habe es antiquarisch bekommen. Die Autorin stellt verschiedene Thesen auf, die zum Einen die Männer stärker in die Pflicht nehmen, zum Anderen aber auch die Gesellschaft bzw. die Politik fordern. Frauen So sagt sie, dass Frauen nicht länger die Leidtragenden der Vereinbarkeitsdebatte sein dürfen und schon gar nicht allein dafür verantwortlich gemacht, dass weniger Kinder geboren werden. Denn schließlich ist unsere Gesellschaft insgesamt nicht mehr natürlich, sondern immer künstlicher. Dadurch werde die Entscheidung für Kinder, die früher eben ganz natürlich zum Leben gehörte, nun eine, die bewusst getroffen werden muss. Nun könnte man sagen, dass sie wieder zurück zur Natur will. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Es handelt sich hier um eine Analyse, keine Kritiik. Die setzt bei „Die Schule der Frauen“ an anderer Stelle an. Männer Die Frauen habe …

Rezension: „Mama zahlt!“ Familienernährerinnen berichten

Durch Zufall bin ich in der Stadtbibliothek auf das Buch „Mama zahlt!“ Familienernnährerinnen berichten gestoßen. Da mich das Thema schon seit meiner Lektüre des Buches von Ingrid Müller-Münch beschäftigt, habe ich natürlich sofort zugegriffen. Familienernährerinnen Als Familienernährerinnen gelten die Frauen, die mindestens 60% des Familieneinkommens erwirtschaften. Die Gruppe dieser Frauen ist sehr heterogen. Da gibt es Alleinerziehnde, Frauen in Führungspositionen, Frauen, die dieses Modell bewusst gewählt haben und solche, die durch Unfall, Arbeitslosigkeit, etc. des Partners die Rolle der Familienernährerin übernommen haben. Familienernährerinnen gibt es auch in allen Altersstufen und allen gesellschaftlichen Schichten. Dieser heterogenen Gruppe nähert sich das Buch in Form von Interviews. Es werden exemplarisch neun Familien vorgestellt, in denen die Frauen die Familienernährerinnen sind. Abgerundet wird das Buch durch ein Kapitel mit grundsätzlichen Überlegungen zur Situation der Familienernährerinnen. Ein praxisnahes Buch Herausgekommen ist dabei ein sehr spannendes und gut lesbares Buch, was wirklich lebensnah ist. Denn hier kommen die Frauen zu Wort, um die es geht und nicht Theoretiker oder Politiker, was ich vorher so nicht erwartet hatte, da das Buch unter …

Rezension: Barbara Sher: Wishcraft. Wie ich bekomme, was ich wirklich will

Den Hinweis auf Barbara Sher habe ich in einer Forumsdiskussion bekommen, in der es darum ging, herauszufinden, was man im Leben tun möchte. Da auch ich immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen bin, habe ich mir gleich mehrere Bücher von Barbara Sher als Hörbücher gekauft. Wishcraft habe ich mit sehr viel Genuss gehört. In diesem Buch geht es darum, seine persönlichen Ziele zu formulieren. Dazu gibt es viele Übungen, bei denen es zunächst um unsere Träume geht, denn in unseren Träumen verbergen sich unsere Lebenswünsche. Und es geht der Autorin nicht darum, dass wir irgendeinen Job machen sollen. Sie möchte uns helfen, das Leben zu führen, von dem wir träumen. Wir sollen lieben, was wir tun. Und das, was uns glücklich macht, können wir meist auch besonders gut (oder werden es schnell lernen). Um das herauszufinden, gibt es in dem Buch konkrete Strategien, praktischen Rat und viele Übungen, die uns dabei helfen. Und das sehr konkret. So finden wir hier Strategien, nicht nur herauszufinden, was uns glücklich macht, sondern um das auch konkret umzusetzen. …