Alle Artikel mit dem Schlagwort: #regrettingmotherhood

Rezension: Christina Mundlos – Wenn Mutter sein nicht glücklich macht

Es ist eine kritische Auseinandersetzung zum Phänomen #regrettingsmotherhood die Christina Mundlos da – mittlerweile vor über einem halben Jahr – veröffentlicht hat. Das Buch lag lange auf meinem Stapel – aber das Thema #regrettingmotherhood war für mich immer noch zu frisch, zu beeindruckend in seiner Bandbreite. Um es mal so zu sagen: Ich war noch gar nicht soweit, mich auf wissenschaftlicher-theoretischer Basis damit zu befassen. Aber: jetzt, hier, heute.

Rezension: Sarah Fischer: Die Mutterglück-Lüge. Warum ich lieber Vater geworden wäre

Als im letzten Jahr die Diskussion um #regrettingmotherhood losging, wurde Sarah Fischer klar, dass sie mit ihrem Gefühl nicht allein ist. Zwar liebt sie ihre Tochter Emma über alles, aber sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn die Mutterschaft ändert alles. Und wenn du ein Kind hast, dann kannst du wollen, wie du willst und dich anstrengen bis zur Erschöpfung. Es nützt bloß nichts. Weil du immer gegen Wände anrennst. Und du brauchst nicht zu glauben, dass irgendjemand das mal anerkennt oder dir gar dankbar ist. Nein. Alles, was du tust, ist selbstverständlich und immer zu wenig. Damit das Thema aus der Tabuzone geholt wird, schreibt sie ihre Geschichte auf. Daraus entstand ein Buch, was wirklich interessant zu lesen ist. Eine persönliche Geschichte, die aber gleichzeitig deutlich macht, welche Auswirkungen Mutterschaft auf das Leben einer Frau haben kann und mit welchen Verurteilungen sie zu kämpfen hat.

Rezension: Aberland – ein Buch über #regrettingmotherhood

Der Roman Aberland von Gertraud Klemm erzählt die Geschichten von Franziska und ihrer Mutter Elisabeth. Elisabeth ist 58 Jahre alt, ihr Mann, der sie ein Leben lang finanziell versorgt und gleichzeitig ständig betrogen hat, ist gerade in den Ruhestand getreten und ihr Leben ist ziemlich eintönig und langweilig. Gut abgesichert, immer angepasst, merkt sie doch die Leere, die sie umgibt. Sie hat im Leben nie etwas gefordert, daher hat sie auch wenig bekommen. Franziska, verheiratet und Mutter des dreijährigen Manuel, schreibt an ihrer Doktorarbeit, kümmert sich aber gleichzeitig noch um Haushalt und Kind. Sie ist unzufrieden mit ihrem Leben, wünschte sie sich doch eine 50/50 Aufteilung. Die Realität ist aber eher 90/10. Auch mit dem Konzept der Mutterschaft kann sie wenig anfangen. Sie möchte gerne wieder arbeiten, muss aber gleichzeitig ihrem Mann dabei zusehen, wie er Karriere macht. Auch die Frage, ob sie ein zweites Kind bekommen sollen, bleibt nicht klar. Dabei ist Franziskas Grundgefühl die Wut, denn dass sie mit ihrem Leben – so wie es ist – unglücklich ist, wird schnell deutlich. #regrettingmotherhood …