Was machen LehrerInnen eigentlich in den Ferien?

„LehrerInnen haben es gut. Ständig Ferien. So viel Freizeit möchte manch andereR auch haben.“

Stimmt. Ich hätte auch gerne so viel Freizeit.

Moment! Ich bin doch Lehrerin. Dann müsste ich doch so viel Freizeit haben… Habe ich aber nicht. Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich schlecht organisiert?

Nein. Das ist normal. Denn dass LehrerInnen in den Ferien Freizeit haben, ist ein Ammenmärchen. weiterlesen

Familienferien – Vereinbarkeit im Urlaub

Da unsere beiden Kinder einen recht großen Altersabstand von fast 9 Jahren haben, stellte sich uns die Frage, wie wir im Urlaub die Interessen eines Babys und eines älteren Kindes bzw. heute die Interessen eines Kleinkindes und die eines Teenagers mit dem Erholungsbedürfnis von zwei Erwachsenen vereinbaren könnten.

Unsere Lösung? – Familienferien

Nach etwas Recherche im Internet, fand der Mann dann tatsächlich eine Lösung, die wir nun seit 5 Jahren praktizieren. Wir machen Familienferien. Das bedeutet, wir fahren in eine Familienferienstätte. Dort haben wir alles, was wir uns für einen gelungenen Urlaub vorstellen:

  • ein gemütliches Zimmer bzw. Familienappartment
  • Vollpension (Halbpension geht auch, aber ich liebe es, mich nicht ums Essen kümmern zu müssen)
  • viele andere Familien mit Kindern jeglichen Alters
  • Angebote für Familienausflüge, Wanderungen und anderes, was man machen kann, aber nicht muss
  • Kinderbetreuung in Form von Gruppenstunden für den Großen bzw. Kindergarten für den Kleinen
  • ein kinderfreundliches Gelände in einer ruhigen Umgebung, mit Spielplätzen drinnen und draußen, meist einer großen Turnhalle und oft auch mit Wellness-Angeboten für die Eltern

Kurz gesagt, es ist für jeden was dabei. Und wir haben alle Freiheiten, die wir wollen. Denn wir können alle Angeboten annehmen, müssen aber nicht. Wir haben die Möglichkeit unter uns zu bleiben, es sind aber auch viele andere Familien da, mit denen man ins Gespräch kommen kann und Kinder, mit denen sich unsere Kinder beschäftigen können.

Und wo bekomme ich das?

Wir haben unsere Familienferien immer über Kolping gebucht. Wir waren dabei schon an verschiedenen Orten, haben so bereits vier verschiedene Häuser kennen gelernt und uns jedes Mal sehr wohl gefühlt. Die Tatsache, dass Kolping eine kirchliche Organisation ist, bedeutet nicht, dass man dort gezwungen ist, religiös zu sein. Es gibt zwar religiöse Angebote, diese sind aber in keiner Weise verpflichtend. Ich habe mich dort auch nie missioniert gefühlt.

Es gibt aber auch weitere gemeinnützige Anbieter von Familienferien. Beispielsweise die AWO oder auch die evangelische Kirche. Mit diesen habe ich persönlich aber keine Erfahrungen.

Prädikat: besonders erholsam

Mir gefällt vor allem die kinderfreundliche Atmosphäre. So wird auf einen kaputt gegangenen Teller mit den Worten „Bleiben Sie sitzen. Wir machen das schon. Sie haben ja schließlich Urlaub.“ reagiert. Und wir mit zwei Kindern gehören dort eher zu den Familien mit wenig Nachwuchs. Die Gruppenleiter für die Jugendgruppen sind auch toll, gerade weil es keine professionellen Animateure sind, sondern ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in ihren Ferien etwas mit der Betreuung dazu verdienen. (Mein großer Sohn überlegt auch schon, ob er das später nicht auch mal machen möchte.) Das alles sind Dinge, die mir gut gefallen und so kann ich nur uneingeschränkt dazu raten, Familienferien zu machen.

Ich werde bestimmt aus dem Urlaub noch einmal darüber berichten.

Familienferien im Fichtelgebirge

Familienferien im Fichtelgebirge

Ergänzung von Sabrina:

Uta ist so entspannt im Urlaub, sie schreibt sogar Postkarten.

Urlaubsgrüße

Urlaubsgrüße

 

Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?

Nach den Ferien ist alles neu. Als würde mein Kind nicht schon seit nun 4 Jahren in der Kita betreut – sie hinterfragt nach 3 Wochen Ferien die Notwendigkeit der außerhäusigen Betreuung. Als ob es was ganz neues wäre. Wie jedes Jahr. Wie nach allen Ferien.

Also stellt sich morgens um 07:30 Uhr die gefürchtete Frage: „Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?“ und meint: Warum muss ich dafür in den Kindergarten?

Ja, warum eigentlich?

Weil mein Job nicht blöd ist und ich ihn gern mache;

Weil der Job vom Gatten und mir uns das Geld für Essen, das Dach überm Kopf und eine Menge „Luxus“ bietet (und auf nichts davon will ich verzichten!!);

Weil nicht-arbeiten mal so richtig blöd wäre;

Weil ich nach 3 Wochen Doppel-Kleinkind-Feiertags“ferien“ wirklich kaputt und am Ende bin – und mich nach meiner Arbeit sehne! Und dem stillen Büro. Und dem selbstbestimmten Arbeitsrhythmus ohne „Mama, kannst du mal….?!“ Fragen.

Und was sage ich dem Kind (5.J.)? 

Mäuschen, ich will arbeiten. Wir brauchen das Geld um Essen zu kaufen und unser Leben zu bezahlen. Ohne geht es nicht, also gehe ich arbeiten – und du in den Kindergarten.

Diskussion beendet. Nach 20 Wiederholungen. Puh. Bis zu den Osterferien dann!