Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mutterglück

Rezension: Sarah Fischer: Die Mutterglück-Lüge. Warum ich lieber Vater geworden wäre

Als im letzten Jahr die Diskussion um #regrettingmotherhood losging, wurde Sarah Fischer klar, dass sie mit ihrem Gefühl nicht allein ist. Zwar liebt sie ihre Tochter Emma über alles, aber sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn die Mutterschaft ändert alles. Und wenn du ein Kind hast, dann kannst du wollen, wie du willst und dich anstrengen bis zur Erschöpfung. Es nützt bloß nichts. Weil du immer gegen Wände anrennst. Und du brauchst nicht zu glauben, dass irgendjemand das mal anerkennt oder dir gar dankbar ist. Nein. Alles, was du tust, ist selbstverständlich und immer zu wenig. Damit das Thema aus der Tabuzone geholt wird, schreibt sie ihre Geschichte auf. Daraus entstand ein Buch, was wirklich interessant zu lesen ist. Eine persönliche Geschichte, die aber gleichzeitig deutlich macht, welche Auswirkungen Mutterschaft auf das Leben einer Frau haben kann und mit welchen Verurteilungen sie zu kämpfen hat.

Rezension: Feindbild Mutterglück

Auch das Buch „Feindbild Mutterglück“ von Antje Schmelcher habe ich eher zufällig in der Stadtbibliothek entdeckt. Und auch hier hat mich der Untertitel gelockt. Er lautet: Warum Muttersein und Emanzipation kein Widerspruch ist. Worum geht es? Das Buch ist ein Plädoyer dafür, dass der Feminismus sich auch für die Mütter einsetzen muss. Denn – so die Autorin – Mutterschaft ist etwas, was von den meisten Feministinnen abgelehnt wird. Und auch der Staat tue dies. Denn Kinder kriegen sollen Frauen, vor allem die gut ausgebildeten, studierten. Aber wenn die Kinder dann da sind, stören sie die Karriere der Frauen. Antje Schmelcher kritisiert die wirtschaftsfreundliche Politik, die alles dafür tut, dass Frauen möglichst schnell wieder Vollzeit arbeiten, ohne sich darum zu kümmern, ob sie das überhaupt wollen. Außerdem kritisiert sie, dass der Staat einseitig Kinder von Akademikerinnen fördert, Alleinerziehende, studierende oder arbeitslose Mütter aber im Stich lässt. Schmelcher witter dahinter den Wunsch, dass deren Kinder vom Staat nicht erwünscht seien. Das zweite Feindbild sind alle möglichen Spielarten von Feministinnen, die die Autorin ausmacht und zwepflückt. So wettert …