Alle Artikel mit dem Schlagwort: Respekt

Warum Respekt (k)ein Selbstläufer ist

In meiner heilen GFK+AP-Welt ist respektvoller Umgang miteinander ziemlich selbstverständlich. Außerhalb dieser Blase ist „Respekt haben“ und „respektvoll verhalten“ öfter Thema. Und führt zu Streit. Zwischen Eltern, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Erwachsenen allgemein. Wie ist das so, mit dem Respekt: Selbstläufer? Oder verlorenes Kulturgut?

Denkt doch mal an die Kinder! #regrettingmotherhood

Diese Forderung taucht häufiger auf. Und obwohl ich davon ausgehe, dass jede bereuende Mutter auch an ihr Kind/ihre Kinder denkt bei der ganzen Diskussion, ist natürlich die Aufforderung dazu trotzdem berechtigt. Warum Elternblogger immer an ihre Kinder denken sollten Genau – Elternblogger. Denn, seien wir ehrlich: Wir (Mütter und Väter) posaunen unglaublich viel aus dem Alltag mit unseren Kindern in die Welt. Wir schreiben von Wut- und Trotzanfällen, von netten Gedanken und großen Kunstaktionen der Kleinen. Aber auch von Verzweiflung, „blöde Mama“ Kommentaren und schwierigen Autofahrten. All das kann uns unser Kind später mal um die Ohren hauen – denn was im Internet ist, bleibt im Internet. Right? Und wenn es nicht unsere Kinder machen, dann machen es andere Eltern. Auch dazu gibt es bereits hinreichend viele Beiträge im Bloggernetzwerk. Und für den Fall der bereuenden Mütter wäre das besonders schwerwiegend, wenn das Kindlein später mal darauf stoßen würde. Das will ich nicht bestreiten. Unvorbereitet auf diese Diskussion zu stoßen und sich selbst beziehungsweise seine Mutter darin zu erkennen – das dürfte sehr schwierig werden …

Bedürfnisse: Respekt und Wertschätzung

Respekt und Wertschätzung ist etwas, das wir alle brauchen. Wir Menschen sind soziale Wesen und daher auch immer in gewissem Maß abhängig von unseren Mitmenschen. Wenn diese uns dauerhaft respektlos und missachtend gegenüber treten, dann bleibt unser Bedürfnis nach Respekt und Wertschätzung unerfüllt. Natürlich kann man auch damit argumentieren, dass wir uns dieses Bedürfnis auch selbst erfüllen müssen, denn wir müssen uns auch selbst respektieren und wertschätzen. Da ist bestimmt etwas wahres dran. Dennoch müssen diese Bedürfnisse auch immer von außen mit erfüllt werden.  Respekt und Wertschätzung mir selbst gegenüber Respekt und Wertschätzung mir selbst gegenüber sind wichtig. Denn wenn ich selber mich nicht respektiere und wertschätze, dann kann ich auch Respekt und Wertschätzung von meinen Mitmenschen schlecht annehmen. Daher ist es grundlegend, eine gute Beziehung zu mir selbst zu haben. Also achte ich mich selbst, respektiere meine Bedürfnisse und gebe mir selbst die Wertschätzung, die ich brauche. Dann habe ich eine gute Basis, damit mein Bedürfnis gestillt wird. Respekt und Wertschätzung von Anderen Ich persönlich bin der Überzeugung, dass ich das ernte, was ich …

Phrasen: Kinder brauchen Grenzen

„Kinder brauchen Grenzen!“ Eine weniger abgenudelte Phrase gibt es wohl nicht. Und meist wird sie benutzt, wenn sich Erwachsene von Kindern überfordert fühlen. Wer kennt die Situation auch nicht? Dieser intensive Wunsch, die Kinder würden einfach mal tun, was man gesagt hat. Ohne, dass man dies begründen und ausdiskutieren muss. Brauchen Kinder Grenzen? Wahrscheinlich schon. Aber der Satz impliziert, dass es im Leben der Kinder keine Grenzen gäbe. Das ist aber so nicht wahr. Kinder stoßen täglich an Grenzen, je kleiner sie sind, desto mehr. Schon allein durch ihre Entwicklung kommen sie ständig an den Punkt. Sie möchten etwas tun, aber es gelingt ihnen noch nicht. Dadurch lernen sie. Das ist aber auch frustrierend. Mir stellt sich da die Frage, ob ich meine Kinder noch zusätzlich frustrieren soll, indem ich ihnen künstliche Grenzen setze. Ich kann zum Beispiel die kostbare Vase wegräumen, statt meinem Kind zu verbieten, sie anzufassen. Ich kann auch auf die Gefühle meiner Kinder eingehen, statt sie ihnen zu verbieten. Auf die Art der Grenze kommt es an Kinder brauchen keine willkürlich …

Phrasen: „Du hast deine Kinder nicht im Griff“

Diesen Vorwurf bekam ich neulich. Aber er trifft mich nicht. Ich möchte meine Kinder nicht „im Griff haben“. Sie müssen auch nicht „funktionieren“ (diesen Ausdruck habe ich in dem Zusammenhang auch schon gehört). Meine Kinder sind nämlich keine Maschinen und keine Objekte. Meine Kinder sind Menschen, einzigartig und mit allen guten und schlechten Eigenschaften, die Menschen nun mal haben. Und genauso wie ich Tage habe, an denen ich schlecht drauf bin, mir nichts gelingt und ich alle nur anmaule, dürfen meine Kinder auch solche Tage haben. Denn es gibt ja auch die anderen Tage, an denen sie strahlen, mir helfen und sich wunderbar alleine beschäftigen. Wir sollten von unseren Kindern nicht verlangen, dass sie besser sind als wir selber. Denn sie sind Kinder, kleine Menschen – keine Roboter.