Alle Artikel mit dem Schlagwort: Perfektionismus

Manchmal ist „besser machen“ einfach nicht drin.

Ein Plädoyer für „gut genug“. Nicht perfekt, aber fast Wir sind alle nicht perfekt. Aber seien wir ehrlich: Wir streben in der einen oder anderne Form trotzdem danach. Danach, möglichst gut Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Wir arbeiten stetig an unserer Kommunikation, um noch besser auf unsere Kinder eingehen zu können. Wir optimieren Zeitabläufe und Rahmenbedingungen, um im Job und drumherum besser zu werden. Wir arbeiten an uns. Jederzeit. Und manchmal klappen wir auch zusammen. Eine meiner Lieblingsbands singt Ich weiß, der Lärm des Lebens ist zuviel für Dich … Und ja, manchmal wird alles zuviel. Das Streben nach stetiger Verbesserung. Die permanenten Ansprüche die gestellt und Bedürfnisse, die erfüllt werden sollen. Keine Ahnung, wie es euch geht – aber vor Weihnachten scheint es sich zu steigern. Jahreabschluss, letzte Deadlines, Steuererklärung für die ganz späten (wie mich). Kranke Kinder, schlechtes Wetter. Und dann die Zusatztermine: Nikolausumzug, Weihnachtsfeiern, gemütliche Abende mit Freunden. Plätzchen backen & Adventsbasteln. Alles freiwillig und doch irgendwie unter Zwang. Schließlich sollen die Kinder auf den KiTa-Veranstaltungen auftreten, mitsingen – …

Familienorganisation: gemeinsame Kalender

Wie organisiert Ihr euch so, im Alltag? Den Überblick behalten über Arzttermine & Förderung, Sportevents, die nächste Dienstreise, Spielverabredungen, Klassenfahrten … schon mit drei Familienmitgliedern kommt da einiges zusammen. Je mehr Mitglieder in der Familie, je mehr Aktivitäten – desto mehr Aufwand für den, der sich vorrangig um die Termine kümmert. Wenn dann noch Teenies und Schulkinder kommen und gehen, dann kann auch der Überblick verloren gehen. Eine Lösung: Familienkalender Alter Hut, oder? Gemeinsame Kalender für die Familienorganisation hat doch jeder? Ja. Nein. Also, nicht so ganz. Wir hatten relativ lange jeder seinen eigenen Kalender (digital) plus eine „irgendwie so“ Zettelwirtschaft für gemeinsame beziehungsweise Kindertermine. Um die Familienzeit zu organisieren, macht eine zentrale Lösung allerdings mehr Sinn. Dann geht nichts verloren. Kein Termin verschwindet. Traditionell: Papier-Kalender im Familienformat Es gibt sie in bunt, mit mindestens 3-4 Spalten: Familienkalender. Im Idealfall hat jedes Familienmitglied eine Spalte für sich allein – damit alle Termine Platz haben. Plus: Eine Spalte extra für gemeinsame Veranstaltungen und/oder Notizen sollten dabei sein. Möglichst große Spalten lassen Platz für Notizen, Hinweise & …

Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?

Nach den Ferien ist alles neu. Als würde mein Kind nicht schon seit nun 4 Jahren in der Kita betreut – sie hinterfragt nach 3 Wochen Ferien die Notwendigkeit der außerhäusigen Betreuung. Als ob es was ganz neues wäre. Wie jedes Jahr. Wie nach allen Ferien. Also stellt sich morgens um 07:30 Uhr die gefürchtete Frage: „Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?“ und meint: Warum muss ich dafür in den Kindergarten? Ja, warum eigentlich? Weil mein Job nicht blöd ist und ich ihn gern mache; Weil der Job vom Gatten und mir uns das Geld für Essen, das Dach überm Kopf und eine Menge „Luxus“ bietet (und auf nichts davon will ich verzichten!!); Weil nicht-arbeiten mal so richtig blöd wäre; Weil ich nach 3 Wochen Doppel-Kleinkind-Feiertags“ferien“ wirklich kaputt und am Ende bin – und mich nach meiner Arbeit sehne! Und dem stillen Büro. Und dem selbstbestimmten Arbeitsrhythmus ohne „Mama, kannst du mal….?!“ Fragen. Und was sage ich dem Kind (5.J.)?  Mäuschen, ich will arbeiten. Wir brauchen das Geld um Essen zu kaufen und …

Ich könnt dich gerade … wenn die Sicherung durchbrennt

Der Tag begann eigentlich am Abend vorher: zu spät heim gekommen. Weder Abwasch noch Wäsche wie durch Zauberhand erledigt – sondern immer noch in der Warteschleife. Plus das Gepäck und die Wäsche nach einem Familienwochenende samt vereinsinterner Fortbildung. Nach dem anstrengenden (schönen) Wochenende dann Montag morgen, Alltag. Unordnung überall, Kinder müde und wenig kooperationsbereit. Weniger als 6 Stunden Schlaf habe ich auch schon mal besser vertragen, der Gatte auch. Druck erzeugt Gegendruck erzeugt Frust erzeugt Druck. Soll ich noch erwähnen, dass neben Vereinsaufgaben auch der normale berufliche Alltag laut pochend auf dem Plan steht? Mit mehr Druck als gut war, das größere Kind zum Anziehen überredet. Dabei „Ich höre nicht auf dich, nur auf Papa!“ zu hören bekommen. Zwei Minuten später wollte besagtes Kind vorgelesen bekommen. Ihr wisst schon: Druck, Gegendruck, Frust….. ich verweigerte die Vorleseleistung. Pochte auf frische Kleidung, gekämmte Haare, angezogene Schuhe, pünktliches Eintreffen im Kindergarten. Verzweiflung beim größeren Kind. Der Papa konnte retten. Und fuhr mit Tochterkind beinahe pünktlich in Richtung Kindergarten. Moment, hier sind morgens ja zwei Kinder zu versorgen. Der …