Alle Artikel mit dem Schlagwort: Authentizität

Achtsamkeit – ein erster Wurf

Was ist eigentlich Achtsamkeit? Ein großes Wort. Aber ein feines. Überlegen wir mal: achtsam sein. Auf etwas achten. Beachten. Klingt schon recht stressfrei, oder? Naja, beinahe. Wenn wir gleich zum Kern kommen wollen: Was nützt Achtsamkeit im Familienalltag? Was hilft es, achtsam zu sein – um Erwerbstätigkeit, Kinder, Haushalt und social life zu managen? Legen wir erst ein paar Grundlagen: Achtsamkeit bedeutet einfach, dass Sie sich mit freundlicher Akzeptanz bewusst sind, wo Ihr Geist von einem zum nächsten Moment ist. Diese Art einfacher Aufmerksamkeit kann eine tief transformierende Wirkung auf unser tägliches Leben haben. Wir können lernen, sehr gewöhnliche Dinge zu genießen, wie das Aroma eines Apfels zum Beispiel. Wir können lernen, große Härten zu ertragen, wie den Tod eines geliebten Menschen, einfach, indem wir lernen, bewusst zu sein. Germer, Siegel, Fulton (Hrsg) .Achtsamkeit in der Psychotherapie Andere Aspekte zur Achtsamkeit, direkt aus der frühen buddhistischen Lehre: „Weise Aufmerksamkeit“ ist das lenkende Hintergrundbewusstsein, die für das tiefe Verstehen des übergeordneten Zwecks der Achtsamkeit sorgt. „Wissensklarheit“ oder „Wachsamkeit“ überschaut die körperlichen, rednerischen und geistigen Aktivitäten, um diese positiv zu formen. „Begeisterung“ bringt den notwendigen Willen hervor, um das Heilsame zu entwickeln. „Achtsamkeit“ bleibt der Phänomene …

Homeoffice ist auch (k)eine Lösung

Da diskutiert die FAZ gerade lang und breit, warum die Deutschen denn nun (keine) Kinder bekommen. Angestoßen natürlich vom Herrn Asmussen, dem sich blitzschnell auch Frau von der Leyen, unsere Familienministerin und Herr Gabriel anschlossen. Wer hier nicht auf dem Laufenden ist: Dr.Mutti liefert eine scharfzüngige Zusammenfassung. Die Herren und Frauen Politiker ergänzen mit der nonchalanten Aussage, dass sie eben Teile der Arbeit „von daheim aus“ erledigen würden. Homeoffice also. Ich schmeiße hier jetzt wahllos reines Homeoffice, Angestellte mit „ab und zu Homeoffice“, Angestellte mit „überwiegend Homeoffice“ sowie „nur im Notfall Homeoffice“ in einen Topf. Wir könnten ja noch feiner differenzieren, insbesondere was die Vereinbarkeit von Homeoffice im Familienalltag betrifft – samt Alter der Kinder und Branche des Erwerbstätigen. Später, in gesonderten Posts.

Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?

Nach den Ferien ist alles neu. Als würde mein Kind nicht schon seit nun 4 Jahren in der Kita betreut – sie hinterfragt nach 3 Wochen Ferien die Notwendigkeit der außerhäusigen Betreuung. Als ob es was ganz neues wäre. Wie jedes Jahr. Wie nach allen Ferien. Also stellt sich morgens um 07:30 Uhr die gefürchtete Frage: „Mama, warum musst du zu deinem blöden Job?“ und meint: Warum muss ich dafür in den Kindergarten? Ja, warum eigentlich? Weil mein Job nicht blöd ist und ich ihn gern mache; Weil der Job vom Gatten und mir uns das Geld für Essen, das Dach überm Kopf und eine Menge „Luxus“ bietet (und auf nichts davon will ich verzichten!!); Weil nicht-arbeiten mal so richtig blöd wäre; Weil ich nach 3 Wochen Doppel-Kleinkind-Feiertags“ferien“ wirklich kaputt und am Ende bin – und mich nach meiner Arbeit sehne! Und dem stillen Büro. Und dem selbstbestimmten Arbeitsrhythmus ohne „Mama, kannst du mal….?!“ Fragen. Und was sage ich dem Kind (5.J.)?  Mäuschen, ich will arbeiten. Wir brauchen das Geld um Essen zu kaufen und …

Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun

Durch eine Familienfeier wurde mir schmerzlich bewusst, was passiert, wenn wir Menschen in unser Leben lassen, die uns nicht gut tun: Es tut weh. Es raubt uns Energie. Es kratzt an unserem Selbstbewusstsein. Ich habe mich nach diesem Erlebnis entschieden, Menschen, die mir nicht gut tun in meinem Leben keinen Platz mehr einzuräumen. Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die mir gut tun, die mir ein Vorbild sind und die mich schätzen und respektieren. So hole ich mir Liebe und Wertschätzung in mein Leben, finde Vorbilder, an denen ich wachsen kann und kann authentisch sein. Für mich ist das mehr als Selbstschutz. Es ist auch eine Botschaft an meine Familie und meine Umwelt. Ich bin es mir selber wert, geschätzt und respektiert zu werden. Wenn jemand das nicht tut, dann grenze ich mich ab, um mir selber treu zu bleiben. Kurz gesagt: Ich sorge für mich selber.