Familienalltag
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Tagebuchbloggen vom 27.10.2015

Ich fange diesen Artikel um 21:15 Uhr an. Der Tag war lang und fühlt sich noch viel länger an. Aber weil er auch so typisch für unseren neuen mit-Schulkind-Alltag ist, wirds Zeit für eine Runde Tagebuchbloggen.

06:00 Uhr: Hopphopp, der Wecker ruft!

Ok, ja: ich bin sogar etwas früher wach. Blöde Zeitumstellung und so. Und während ich noch versuche, beim Zähneputzen geradeaus zu gucken, stolpern auch schon die wachen Kinder ins helle Badezimmerlicht. Der kleine weinend, eigentlich ist er noch müde. Und es ist echt unverschämt von mir, ihn dann einfach im warmen Bett schlafen zu lassen!

06:30 Uhr: Mails, Arbeitskram und so

Ja, wirklich. Was soll man um die Uhrzeit auch sonst machen?! Beide Kinder genießen eine kurze Runde fernsehen. Die Große braucht zwischendurch Erinnerungen daran, dass sie sich ja die Haare kämmen wollte. Und ich sitze mit Farbcodes und einem großen Glas Wasser bewaffnet da, um an einer Kundengrafik zu spielen. Normalerweise gehört das nicht zu meinen Aufgabengebieten – in dem Fall mache ich eine Ausnahme. Ein paar Mails und Facebook-Nachrichten wollen außerdem beantwortet werden. Und wenn ich schon dabei bin, checke ich auch gleich die Vereinswebseiten auf Updates, Kommentare und Co.

07:00 Uhr: Kind 1 bricht zum Bus auf

Das ist immer kurz hektisch – bis sie dann so fertig angezogen ihren Abschiedskuss abholt und losmarschiert. Jeden Morgen die Erinnerung, ob sie in der Nachmittagsbetreuung bleibt – oder nicht. Heute nicht. Was wir vergessen: Ob ich sie mittags vom Bus abholen soll.

Der kleine wird dann jetzt auch endlich ansprechbar (oller Morgenmuffel!) und zieht sich an/llässt sich anziehen. Das ist morgens immer etwas zäh, der kleine Spaßvogel hats nicht so mit dem Kindergarten und macht lieber Quatsch. aber um kurz vor 08:00 Uhr ist er dann trotzdem „verräumt“, wie wir hier unten sagen.

08:10 Uhr: Zeit für Tee & Frühstück

Ne, kein Kaffee heute. Ich fahre aktuell meinen Koffeinpegel runter. Jaja, weiß auch nicht, was das schon wieder soll.. Jedenfalls: Frühstück anrühren, Flasche Wasser und Kräutertee packen und ab ins Büro. Während ich noch sortiere, ruft die Kundin mit den Farbcodes an. Da bin ich dann froh, dass schon morgens erledigt zu haben – den Rest machen wir live am Telefon. Noch eben die Facebookseiten gecheckt, Kommentare beantwortet und einige interessante Meldungen gespeichert – dann ist das auch erledigt.

Und dann setze ich irgendwann meine Kopfhörer auf, um in Ruhe zu arbeiten. Das Telefon ist aus, um möglichst ungestört zu arbeiten. Meine Tür müsste ich dafür wohl auch abschließen – so ein Homeoffice ist weiß Gott keine ruhige Angelegenheit, wenn andere Familienmitglieder im Haus sind.

11:00 Uhr: Kind 1 vom Bus abholen

Kurz vor knapp werfe ich einen Blick auf die Uhr, schnappe Jacke und Hund samt Leine und laufe los. Der Hund wird enthusiastisch begrüßt – ich nicht. War anscheinend verkehrt, dass ich losgelaufen bin. Auch gut.

Daheim erledigen wir kurz das übliche (Wie wars heute? Wann machst du deine Hausaufgaben? Denk dran, dass …). Dann macht sich Kind 1 selbst Mittagessen – ich darf grad noch daneben stehen. Wens interessiert: Rühreier. Ganz schlicht, aber sie macht das prima. Sobald der Herd aus ist, ziehe ich ab ins Büro. Der Gatte übernimmt oben. Zwischendurch reicht die Zeit noch für Kaffee, Kuchen und Sandwich – essen muss ich ja doch irgendwann.

Irgendwann so gegen 15:00 Uhr: Kind 1 ist langweilig

Jupp, das kennen wir mittlerweile. So ein halber Tag ist auch ganz schön fad, wenns Geschwisterkind noch weg ist. Also sitzt sie hinter mir im Büro, kuschelt mit dem #buerohund und stellt mir Fragen. Viele Fragen. Ganz, ganz viele Fragen. Ich speichere noch ein paar Artikel ab, beantworte ein paar Anfragen und verteile was neues, schickes, handgefertigtes vom Gatten via Foto, um Feedback einzuholen.

16:00 Uhr: Kind 2 plus Besuchskind abholen

Plötzlich kuschelt Kind 1 mit dem Gatten und ist schwer beschäftigt. Also hole ich den Jüngsten samt seiner Freundin alleine ab. Beide sind zusammen ein echter Wirbelsturm – aber lustig. Das Anziehen, einpacken und loslaufen dauert immer etwas. Kaum daheim, verschwinden die beiden im Kinderzimmer. Erst nach einer Stunde tauchen sie wieder auf – sehr zur Freude der großen Schwester, die jetzt endlich eine Runde bespaßen kann! Derweil habe ich die ehrenvolle Aufgabe, eine Bommel zu basteln. Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet das mache, aber … nun gut. Die Anleitung dazu gucken wir natürlich auch erst hinterher an, deshalb ist sie etwas… schief, krumm und bucklig. Auch egal. Nach diesem Ansturm auf meine Bastelfähigkeiten kann ich noch 10min die Kunst der Kalligraphie üben – wir haben seit kurzem entsprechende Ausrüstung vorrätig.

18:00 Uhr: Besuchskind abholen lassen & Abendessen

Während wir das Abendessen herrichten, wird das Besuchskind abgeholt. Das Essen ist wenig entspannt – wie immer, wenn das Essen kalt auf den Tisch kommt. Aber he, dafür war heute irgendwie keine rechte Zeit.

19:00 Uhr: Laternenbasteln, ich komme!

Der Gatte will ja unbedingt auf dieses Erlebnis verzichten, also ziehe ich los. Dem Jüngsten wird in seinem vorletzten Kindergartenjahr eine „Dauerlaterne“ zuteil. Und schnell gebastelt ist sie auch. Um 20:00 Uhr bin ich schon wieder daheim und schaffe noch eine Runde mit dem Hund. Der Jüngste schläft bereits, der Tag war lang genug für ihn.

21:00 Uhr: Schuhe aus, Haarklammern raus, Füße hoch

Der Gatte hat die Küche aufgeräumt, aber die Brotzeiten der Kinder für den nächsten Tag vergessen. Ich ziehe zum ersten Mal die Schuhe aus, kippe mir noch eine Cola ein und setze mich an den Esstisch. Diesen Blogbeitrag und ein paar andere Ideen wegtippen. Kind 1 ist „noch nicht müde“ und mischt sich ihr Müsli für morgen selber an.

Ich speichere das hier noch und dann schaffe ich sie auch noch ins Bett. Und lese noch 2-3 Kapitel vom aktuellen Buch, bevor mir die Augen zuklappen.

Dieser Tag hatte letztlich 16h. Gefühlt sind es deutlich mehr.

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