Tagebuchbloggen vom 13. Juli 2015

Das letzte Tagebuchbloggen ist aber mal ne ordentliche Runde her. Heute war der Tag so voll, warum nicht auch ne Runde bloggen? Eben!

Mehr gibts direkt im Beitrag.

Kurz nach 06:00 Uhr

Der Mann verabschiedet sich mit einem Kuss in seine anstehende 24h Schicht. Und merkt an, der Wecker von K1 wäre nachts um 1 losgegangen, ich müsse also manuell wecken. Klaro, kein Problem. Ich drehe mich noch mal um, K2 mit mir. Kurz danach werden wir beide wach – da ist grad ein Maleur passiert. Aufstehen, aber zackig und Bett abziehen. Zum Glück ist die Waschmaschine grad mal leer …

Und ewig grüßt das Murmeltier

Um 07:30 Uhr sind beide Kinder wach, angezogen und haben ihre Frühstückswünsche für die KiTa vermeldet. Zugegeben, ich bin geistig bereits bei der Tagesplanung. Dann holen mich die Tränen von K2 wieder in den Alltagstrott zurück. Er will nicht in die KiTa, sagt er. Angst hat er. Wovor genau? Das sagt er nicht. Natürlich nicht. Ich zähle den Kindern mittlerweile die Tage bis zum KiTa-Ende vor. Wir sind alle durch, es wird Zeit für etwas Pause. Aber noch nicht jetzt, ich hab hier noch einen Schwung Arbeit zu erledigen! Unter Knatsch und Kopfschütteln verfrachte ich beide Kinder ins Auto. Das diskutieren hat uns die Zeit gekostet, die wir sonst für das Stückchen mit dem Rad gebraucht hätten. In der KiTa lasse ich 43,-€ … die Fotografenfotos sind da. Der Abschied von K2 läuft nur mit Tränen. Die KiTa-Erzieherin fängt ihn zum Glück geduldig auf.

Kurz nach 08:00 Uhr … jetzt grüßt die Kaffeemaschine

Wieder zu Hause. Kaffee anwerfen, den Ich-will-aber-spazierengehen Hund ignorieren (sorry heute nicht!) und während die Kaffeemaschine arbeitet, einen Artikel aus der T3N lesen. Die Zeitschrift liegt da auch schon seit Wochen … ähem. Der Artikel über das ungewöhnliche Geschäftsmodell der Ubernauten fesselt mich genug, dass ich noch 5min in Ruhe dran hänge. Dann ist aber Schluss mit Vorbereitung und ich steige ins Untergeschoss hinab.

Frauen, die auf Code-Zeilen starren

Sonst schreibe ich ja. Heute muss aber eine Webseite fertig werden – und bei der hakt es an einigen kleineren Stellen. Das dauert irgendwie. Um 10:30 brennen mir die Augen. Kurze Pause also, das heißt bei mir:

Wäsche abnehmen, das Bettzeug von heut morgen aus der Maschine nehmen und aufhängen. Geschirrspüler ausräumen, noch einen Kaffee kochen. Eine Runde mit dem Hund durch den Garten toben. Blöderweise ploppt im Kopf die elenedig lange Liste der Dinge auf, die im Garten dringend gemacht gehören. Egal. Zurück an den Schreibtisch und die letzten Fehler lösen sich endlich in Luft auf. Vor der Live-Schaltung lehne ich mich aber noch mal eben zurück.

Urlaubsmeldung: geschrieben

Noch knapp 2,5 Wochen bis zum gebuchten Urlaub. Der Gatte hat extra nach Urlaub ohne Internet gesucht. Sprich: Ausland, kein kostenloses W-Lan im Hotel. Die Suche war dermaßen erfolgreich, im ganzen Städtchen scheints nicht mal Satelitten-Internet zu geben. Also: Abwesenheitsmeldung für die berufliche Webseite schreiben. Und wenn ich schon dabei bin, auch die Urlaubsnotizen für den Verein festhalten.

Dabei die Frage im Kopf: Wann genau habe ich zuletzt tatsächlich 5 Tage am Stück NICHT gearbeitet? Also, weder ehrenamtlich noch gewerblich noch freiberuflich? Ich kann mich nicht erinnern. Es muss mindestens 6 Jahre her sein. Eher mehr.

Darauf ein schnelles Sandwich aus dem, was der Kühlschrank noch hergibt. Frisches Brot müsste ich auch backen.. aber erst morgen. Und noch ne Runde Wasser. Verdammt, die schokolade ist auch alle. Quasi Weltuntergang daheim.

Webseite live, Hirn leer

Die Webseite ist dann auch endlich online – und sie läuft. An ein paar Kleinigkeiten arbeite ich noch nebenher. Und gucke dummerweise zwischendurch auf Facebook. Zwei Themen stoßen mir auf.

Punkt 1: Mütter, die Mütter verurteilen

Woohoo „Die mir bekannten Familien, in denen beide Partner direkt wieder Vollzeit arbeiten gehen, haben verhaltensgestö…

Posted by Hauptstadtmutti on Montag, 13. Juli 2015

 

Punkt 2: Social Freezing

Gründerin Pia Poppenreiter hat ihre Eizellen einfrieren lassen. Im Interview spricht sie über ihre Entscheidung.

Posted by Gründerszene on Montag, 13. Juli 2015

Und dann ist es kurz nach 16:00 Uhr

Zeit, die Kinder wieder abzuholen. Vor der Tür der KiTa fängt mich eine Großmutter ab – ob ich am nächsten Tag auf ihre Enkelin gucken könnte, nach der KiTa. Ich sage ja (und frage mich im nächsten Moment, war das klug?!) – aber die Familie muss zu einer Beerdigung. Wird schon gehen – ob 2 oder 3 Kinder, das ist ja fast egal. Drinnen guckt mich eine befreundete Unternehmerin genauso müde an, wie ich mich fühle. Unsere Kinder springen kreischend um uns herum – und machen direkt was für Mittwoch aus. Auch gut.

TK-Roulette oder: Heute koch ich nicht…

Zum Glück können wir mehrere Wochen allein aus dem TK leben. Frisches Zeugs müsste nämlich mal jemand*  einkaufen – ich war ja heut nicht unterwegs in der realen Erwachsenenwelt. Relativ wahllos in den Tiefkühler gegriffen: Es gibt zweierlei Suppe. Auch lecker! Und Grießbrei, die frische Milch kommt morgen, der Rest muss jetzt  wirklich heute weg.

*Macht der Gatte, morgen.

Küche, Glotze, freies Spiel

Tisch abräumen, Küche aufräumen, Wäsche reinholen. Noch ne Runde mit dem Hund toben, den Kindern einen letzten Wunsch-Film anmachen, zwei kleinere Sachen für den nächsten Kunden vorbereiten. Weil die Kinder gerade so schön still sind neben mir, lese ich noch ne Runde zu einer Vereinssache – und schau, schon hab ich wieder eine Webseite offen und bessere ein Formular nach. Und freu mich, dass es läuft.

Der Kinderfilm ist aus, die Kinder veranstalten neben mir ein Impro-Fernsehen. Einer ist das Publikum, der andere „Actor“. Ich sitze hier und blogge – und muss beim über den Laptop-Rand linsen hemmungslos grinsen. Und lass mich von den Mücken fressen.

Gleich gehts ins Bett, ist ja schon fast 22:00 Uhr. Höchste Zeit, für uns alle. Vielleicht schaffe ich noch ein Kapitel im aktuellen Buch. Und morgen geht es von vorne los.

Sabrina
Hy, hier schreibt Sabrina. Freiberuflich als Copywriterin anzutreffen, mit Mann & zwei Kindern in enger Gemeinschaft. Feministisch, bindungsorientiert & zutiefst sarkastisch. Bekennende #coffeeholic

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Stille.