Selbstliebe ist Familienliebe

Wie weit oben stehe ich auf meiner Prioritätenliste? Bin ich mir wichtig? Kümmere ich mich auch um meine Bedürfnisse oder sehe ich immer nur, was die anderen brauchen? Bei einer nicht repräsentativen Umfrage in meinem Umfeld bekam ich den Eindruck, dass viele Mütter sich ganz hinten in der Prioritätenliste einordnen. Ist das gesund? Oder erwarten wir etwa von unserem Partner oder unseren Kindern, dass sie unsere Bedürfnisse schon erraten werden und sich um uns kümmern?

In einem Gedicht von Bertolt Brecht heißt es:

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt,
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht,
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen,
Daß er mich erschlagen könnte.

In diesem Gedicht kommt sehr schön zum Ausdruck, wie die Verantwortung verteilt ist. Ich werde geliebt (von meinem Partner, meinen Kindern) und darum gebe ich auf mich acht. Nicht mein Partner oder meine Kinder sind dafür verantwortlich, dass es mir gut geht. Ich selber achte auf mich, sorge für mich.

Denn nur wenn es mir gut geht, dann geht es auch meiner Familie gut.

 

Uta
Mutter von zwei, Lehrerin, Stadtmensch

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Stille.