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Familienorganisation: gemeinsame Kalender

Wie organisiert Ihr euch so, im Alltag? Den Überblick behalten über Arzttermine & Förderung, Sportevents, die nächste Dienstreise, Spielverabredungen, Klassenfahrten … schon mit drei Familienmitgliedern kommt da einiges zusammen. Je mehr Mitglieder in der Familie, je mehr Aktivitäten – desto mehr Aufwand für den, der sich vorrangig um die Termine kümmert. Wenn dann noch Teenies und Schulkinder kommen und gehen, dann kann auch der Überblick verloren gehen.

Eine Lösung: Familienkalender

Alter Hut, oder? Gemeinsame Kalender für die Familienorganisation hat doch jeder?

Ja. Nein. Also, nicht so ganz. Wir hatten relativ lange jeder seinen eigenen Kalender (digital) plus eine „irgendwie so“ Zettelwirtschaft für gemeinsame beziehungsweise Kindertermine. Um die Familienzeit zu organisieren, macht eine zentrale Lösung allerdings mehr Sinn. Dann geht nichts verloren. Kein Termin verschwindet.

Traditionell: Papier-Kalender im Familienformat

Familienkalender, fünfköpfige Familie, 2 erwerbstätige Eltern

Es gibt sie in bunt, mit mindestens 3-4 Spalten: Familienkalender. Im Idealfall hat jedes Familienmitglied eine Spalte für sich allein – damit alle Termine Platz haben. Plus: Eine Spalte extra für gemeinsame Veranstaltungen und/oder Notizen sollten dabei sein. Möglichst große Spalten lassen Platz für Notizen, Hinweise & was sonst noch für den Termin notiert werden sollte.

Selber basteln ist eine Alternative, wenn vorhandene Kalenderlösungen nicht so richtig passen.

Wichtig

  1. Jeder muss seine Termine eintragen (lassen)
  2. Verschiedene Farben erleichtern die Orientierung (rot = wichtig, gelb = Geburtstage usw. usf.)
  3. Zuständigkeiten am besten auch notieren (mit notieren, oder mehrere Spalten markieren)*

*gemeint ist: Fahrdienste oder Abholservice, der mit organisiert werden soll/muss

Alternativ: digitale geteilte Kalender

Wer sich überwiegend digital organisiert, greift wahrscheinlich zu geteilten elektronischen Kalendern. Über Handy/Tablet sind alle Termine griffbereit. Bedeutet aber auch: Termine der Kinder landen automatisch bei den Elternteilen. Meistens bei einem. Meistens beim immergleichen.

Wichtig

  • Mehr Details können hinterlegt werden (Wegbeschreibungen, Adressen, Listen …)
  • Beteiligte Personen können per Mail eingeladen werden – dann haben alle die Termine im digitalen Kalender hinterlegt
  • Hilft gar nichts, wenn beteiligte Personen keine digitalen Kalender benutzen

 Für beide Arten der Organisation gilt: Absprachen helfen

Meint: klare Zuordnung der Zuständigkeiten.Bei größeren Kindern kann bei Neueinführung durchaus eine Familienkonferenz helfen, künftig das Familienleben über klare Terminkalender zu organisieren.

  1. Wer ist für das Eintragen der Termine zuständig (jeder selbst/nur einer?)
  2. Welche Details pro Termin sind absolutes Minimum (Uhrzeit, Ort, beteiligte Personen, Rückkehr….)?
  3. Welche Farben/Symbole werden von allen (!) verwendet?

Aber vorsicht: In der Terminübersicht haben Aufgaben nichts verloren. Sonst ist der ganze Plan überfrachtet und der Überblick geht – flöten. Dafür gibt es andere Möglichkeiten, um Aufgaben übersichtlich für alle zu halten.


 

Welche Erfahrungen habt ihr mit Kalendern gemacht? Nutzt ihr welche – und wenn ja, digital oder in Papierfassung?

4 Kommentare

  1. Bei uns musste auch ein Familienkalender her, anders konnten wir unseren Aktionismus nicht mehr bewältigen. Ich bin ein Papiermensch und wehrte mich gegen einen elektronichen Kalender. Erfolglos, nun teilen wir einen google-Kalender – und ich wurde Fan. Der ist nämlich immer bei mir und hängt nicht in der Küche wenn ich nicht daheim bin.

    • Genau, wir haben auch einen Google-Kalender, den wir gemeinsam nutzen. Man kann sich dran gewöhnen, auch wenn man normalerweise eher Papier bevorzugt (ich auch, was solche Sachen angeht!)

  2. Bei zwei berufstätigen Eltern, einem Grundschulkind und einem Aupair musste eine Kalenderverwalterin her, die das Chaos organisiert und alle Termine koordiniert. Mit einem Gatten, der werktags überall in Dt. ist, nur nicht daheim, war ziemlich schnell klar, wer die Kalenderverwaltung übernimmt.

    Na, und weil wir beide sowieso alles elektronisch machen, haben wir den Terminwahnsinn im Outlook hinterlegt. Der ist kombiniert mit der iCloud, damit alles immer schön auch bei Papa landet, wenn der unterwegs.

    Ich trage alles ein, was wichtig ist: Ob mir sonntags einfällt, dass ich ja noch Zahnarzttermine machen wollte oder dass ich an das Zahnputzzeug für unseren Nachwuchs denken muss, wenn die Schule demnächst wieder startet – ist es im Kalender, entlastet es mein Hirn, ich hab die Kapazität frei für Wichtigeres und pünktlich zum definierten Zeitpunkt „poppt“ der Termin im PC oder Handy wieder auf. Klasse!

    Daneben schätze ich die Farbkodierung, die mir einen raschen Überblick über den (kommenden) Tag verschafft, dass ich elektronisch alle notwendigen Details hinterlegen kann und dass jegliche Änderung oder Aktualisierung ohne Ausradieren und Überschreiben so herrlich einfach ist.

    • Danke für deinen Einblick, Ulrike!

      Mein „Problem“ bei Termineinträgen mit Erinnerung ist in der Regel, dass sie dann „aufpoppen“, wenn ich gerade wieder anderweitig beschäftigt bin – dann wird bestätigt, aber nicht ausgeführt. Da habe ich noch keine Lösung für – permanent den Termin verschieben ist ja auch keine echte Lösung. Wie machst du das?

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