Kleinkinder, Politisches
Kommentare 1

Familienfreundliche Gemeinden – es gibt sie!

Jedes Jahr im Oktober schickt meine Gemeinde mir einen „Infobrief“. Im Grunde ist es ein Rechenschaftsbericht. Enthalten sind Berichte über bauliche Maßnahmen, den öffentlichen Nahverkehr und ehrenamtliche Angebote, die durch die Gemeinde begleitet werden.

Ein interessanter Punkt für mich: Einnahme- und Überschussrechnung! Und die familienfreundliche Gemeinde zeigt sich ….

Kita-Gebühren und Ausgaben

Jetzt hören wir ja oft: KiTas sind teuer, die U3-Betreuung erst recht. Hohe Beiträge für die Eltern sind die Folge. Überall? Ne, nicht überall.

Meine Heimatgemeinde mit knapp 2.000 Einwohnern gibt von Oktober 2013 bis Oktober 2014 408.000,- € für die KiTa aus, Unterhalt für das Gebäude und Personalkosten eingeschlossen.

Dem stehen Einnahmen von 46.000,- € (Gebühren) und 155.000,- € (Personalkostenzuschuss) gegenüber. Auf diese Zahlen reduziert, bedeutet das also: 207.000,- € schiebt die Gemeinde allein 2013/2014 zusätzlich in die Kindertagesbetreuung für Kleinkinder.

Für uns als Vierpersonenhaushalt mit zwei Kindern im KiTa-Alter bedeutet das bei einem 40h-Vertrag: einkommensunabhängige 97,50 € pro Monat plus Essensgeld für die Mittagsversorgung. Vorschulkinder kosten nichts, ein weiteres Kind (das wir nicht haben) würde vom Geschwisterkindbonus profitieren und unter 70,- € kosten.


Wie sieht es in euren Gemeinden aus, gibt es dort ähnliche Zahlen?

1 Kommentare

  1. Klar, die Gemeinden buttern immer ganz schön viel rein. Hamburg schreibt schon länger bei den Kita-Gebühren-Bescheiden dazu, wie viele hundert oder tausend Euro sie selber noch dazutun, damit der Platz bezahlt ist. Und grad bei Krippenplätzen ist das echt viel Geld pro Monat. Da konnte ich dann anfangs die hohen Gebühren (einkommensabhängig) verstehen, auch wenn mich geärgert hat, dass Bund und Gemeinden sich da nicht direkter einigen können. Ich steckte das gesamte Kindergeld plus noch ein bisschen obendrauf in die Kosten für die Kita-Betreuung, hätten die das nicht unter sich regeln können, ohne mich als Mittelsmann?

    Heute ist Kita noch viel billiger geworden in Hamburg (kostenfreie fünfstündige Betreuung für fast alle Kinder) – und ich würd lieber mehr zahlen und dafür einen besseren Betreuungsschlüssel (schlechtester aller westdeutschen Bundesländer) haben. Klar, wenn man das Geld hat .. eben, soll man es doch von denen nehmen, die haben, dafür das Angebot so gut gestalten, dass die nicht in private, komplett selbstbezahlte Einrichtungen abwandern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.