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Muss ich meinen Job lieben?

Eine Frage, die sich mir stellt – und jedem anderen stellt sie sich wahrscheinlich auch, manchmal. Geht das nicht auch so, dieses arbeiten? Muss ich das auch noch aus ganzem Herzen und voller Elan tun? Und wenn ich meinen Job gar nicht liebe, ist das dann auch ok? Oder nicht? Und welche Auswirkungen hat das eigentlich, verdammte Axt?

Liebe, was du tust! – Und wenn nicht, was dann?

Eine Sinnfrage. Ohne Kompromisse eine sehr persönliche Frage: „Liebst du, was du tust?“ Glücklich, wem ohne zu zögern das „JA“ entspringt. Meistens begegnet mir bei Anderen ein eher zögerndes „Ja, schon, aber ….“ Vor allem bei Eltern. Vor allem bei denen, die berufstätig sind. Denn das permanente schlechte Gewissen zieht sich ja doch durch alles, was sie tun. Was wir tun. Mehr fürs Kind da sein und ihm unsere Zeit schenken. Mehr im Job leisten, uns dort beweisen. Wir lieben beides, und nie scheint es genug zu sein. Für die bedürfnisorientierte Erziehung hat das Nicola Schmidt mit dem schon oft zitierten Artikel „AP funktioniert nicht“ beschrieben. Es scheint nie genug zu sein. Aber weil wir die bindungsorientierte Elternschaft als Kern, als Konzept lieben, bleiben wir dabei. Manchmal, ganz selten, öffnet sich der Boden. Und dann kommt auf diese Frage ein leises: „Nein, eigentlich nicht.“ Menschen, die das, was sie tun, nicht lieben. Die nicht glücklich sind. Die wegen des Geldes arbeiten, wegen der Sicherheit beim Partner bleiben, wegen der angespannten politischen Situation das Land verlassen/bleiben, …