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Blogparade: Familienplanung – #Planänderung

#Planänderung – so könnte man unsere Familienplanung gut umschreiben. Wobei ich schon den Verdacht habe, dass es eigentlich nie so wirklich einen Plan gab. Denn im Grunde ist meine Familie – so wie sie sich jetzt zusammensetzt – einer Kette von Zufällen und Bauchentscheidungen entsprungen.

Familienplanung?

So richtig geplant war da nichts. Ich wusste eigentlich schon immer, dass ich Kinder haben wollte – mehrere. Ich selber bin mit drei Geschwistern aufgewachsen und konnte mir ein Leben ohne Kinder bzw. nur mit einem Kind nicht wirklich vorstellen.

Wann ich die Kinder haben wollte? Da habe ich mir nie so wirklich Gedanken drüber gemacht. Aber ich erinnere mich an ein Gespräch mit meiner englischen Gastmutter im Studium, die mir sagte: „Irgendwann weißt du, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist.“ Und so war es dann auch. Mein Mann und ich kannten uns noch nicht lange, aber ich war mir sicher: Mit ihm wollte ich ein Kind haben. Und zwar nicht erst in ein paar Jahren, sondern sofort. Also haben wir aufgehört zu verhüten und – zack – war ich schwanger. Sofort im ersten Zyklus.

Die Planung der Anderen

Damit hatte ich die Familienplanung meiner Eltern für mich schon einmal komplett über den Haufen geworfen. Somit stieß ich auch in meiner Familie nicht gerade auf Begeisterung. Das Schlimmste, was ich zu hören bekam (nicht von meinen Eltern) war: „Wenn die Oma jetzt stirbt, bist du schuld.“

Als unser Sohn dann da war, veränderte sich alles. Klar, wie Kinder das eben so tun. Ich beendete mein Studium und bewarb mich fürs Referendariat. Da wegen eines fehlenden Kindergartenplatzes noch über ein Jahr bis dahin Zeit war, kam uns der Wunsch nach einem zweiten Kind entgegen. Das hätte doch gepasst.

#Planänderung

Aber es klappte nicht. Ok, dann wohl das Referendariat mit einem Kind. Am Ende dieser Zeit setzten wir die Verhütung wieder ab, aber es klappt weiter nicht. Also arbeitete ich Vollzeit in der Schule, der Sohn war mittlerweile in der ersten Klasse und im Hort.

Wir übten weiter, jahrelang. Aber es klappte einfach nicht. Irgendwann fragte ich meine Gynäkologin, die machte Tests, auch mein Mann ließ sich untersuchen. Und dann fiel der Satz: „Sie sind jetzt nicht zeugungsunfähig, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Kind bekommen ist so groß, wie wenn Sie im Weltraum eine Kerze aufstellen und versuchen, sie zu treffen.“

Diese Nachricht – so hart sie auch klingen mag – führte dazu, dass ich mich entspannte. Wir fanden uns damit ab, dass wir eben nur ein Kind haben würden. Das war ok. Ich ging zu meinem Schulleiter und sagte ihm, dass ich im kommenden Schuljahr eine Klassenleitung übernehmen wolle.

Verhütet haben wir nicht. Wieso auch, klappte ja eh nicht.

#Planänderung 2

Ca. 8 Wochen später, ging ich wieder zu meinem Schulleiter. Ich teilte ihm mit, dass das mit der Klassenleitung nichts werden würde. Denn ich war schwanger.

Unser zweites Wunder kam im Januar 2009 zur Welt. Wieder ein Junge. Wir sind glücklich über unsere Familie und freuen uns, dass wir doch noch mehr als ein Kind haben.

Dennoch ist immernoch ein Kinderwunsch da. Wir haben seit der Geburt des zweiten Kindes nicht verhütet. Aber mittlerweile setzen wir uns nicht mehr unter Druck. Wenn wir noch ein Kind bekommen sollen, dann wird das passieren. Wenn nicht, dann nicht. Keine Pläne mehr. Wir genießen unsere Familie so, wie sie ist.


 

Dieser Post ist ein Beitrag zur Blogparade von chaoshoch2.

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