Allgemein, Blogparade, persönliches
Kommentare 5

Zeit für mich: #metime

Da sitze ich auf der Terrasse, das iPad auf dem Schoß und halte das Gesicht in die Sonne. Überall weiße Farbe an mir, die Schultern schmerzen. Ich bin müde, habe bis nachts um 1 an einem Artikel gearbeitet. Dann ein paar Stunden schlafen und Kinder betreuen – sind ja Ferien. Heute auf dem Programm: Zimmer des Vorschulkindes herrichten. Daher auch die weiße Farbe 😉 Es geht gleich weiter mit dem Streichen, dann Kochen, ein paar Fachartikel lesen, nachts noch Pressemeldungen verfassen. Das muss heut noch raus, hilft alles nix.

Was ist denn bitte #metime?

Und während die Farbe an der Wand (und auf mir) trocknet, stromert der Beitrag von emmaundlukas zur #metime durch meine Timeline. Weiter geklickt zum Aufruf von MamaontheRocks… ok ja, kann ich alles nachvollziehen. Genauer: Es gibt grad so richtig Parallelen, auch wenn ich erstmal am Anfang der Sommerferien stehe. Wir haben schon ein paar entspannte Tage im Süden hinter uns und nun die erste Woche daheim – allein, der Gatte ist im normalen Schichtdienst eingespannt und mal da, mal nicht.

Nachts arbeiten, morgens nicht richtig ausschlafen können – aber wenigstens ein bisschen, meine Kinder sind a weng älter und beschäftigen sich schon mal ne Stunde alleine, bevor ich endlich wach werde. Ein Segen! Dafür gehen sie auch spät ins Bett – und ich meine spät, nämlich so gegen 22:00 Uhr. Da macht das nächtliche Arbeiten so richtig Freude.. Und das Management dazwischen, E-Mails zu geschäftstüchtigen Zeiten verschicken, Deadlines einhalten, Briefings tagsüber einpegeln plus mehrfach am Tag kochen (statt 1x!), ständig aufräumen, wegräumen und saubermachen..

#metime ist dann wohl das, was ich zwischendurch einschiebe. Ich brauch das – und ich mach das auch. Dann müssen die Kinder halt bitte schön im 500qm Garten spielen, weil ICH jetzt gerade eben nirgendwo hin will – sondern auf meinem Deckchen im Garten sitzen bleibe und „mal eben“ dieses Kapitel durchlese.

#metime ist dann wohl auch, wenn ich den Gatten mit den Kindern kochen lasse, statt wenigstens ein Kind aus der Küche fortzulocken – und lieber die Füße auf der Terrasse hoch lege, eine Runde in den blauen Himmel starre und „nüscht“ mache. Sind ja oft nur 5 bis 10 Minuten, mehr nicht.

Wenns hart auf hart kommt

Neulich hatte ich einen geschäftlichen Termin, über 100km entfernt. Die Organisation vorab eine Katastrophe, alles sehr stressig. Überpünktlich losgefahren, saß ich dann auf einmal viele Minuten „untätig“ am Treffpunkt. #metime! Zeit, um den Kopf zu sortieren – und einen wirklich herrvorragenden Cappuccino zu trinken.

Autofahren – zum einkaufen, zum Kundentermin, whatever: Alles Zeit für mich. Musik laut gestellt, die neueste CD aus der hauseigenen Sammlung eingelegt und rauf auf die Autobahn oder die Landstraße. Ganz egal, dass ich feste Ziele und Zeitpläne habe, die ich einhalten muss. Und auch hier sind 10-20 Minuten perfekt, um auszuspannen.

Der Möwentrick: Perfektioniert vom Gatten, adaptiert von mir. Mittendrin im Chaos bleiben, während die Kinder so toll das Zimmer verwüsten. Ich brauche Kopfhörer und Musik, der Gatte schafft das allein mit Vorstellungskraft. Er beamt sich einfach an einen netten Sandstrand im nirgendwo, der einzige Laut sind Möwen – nichts sonst kommt in seine Gedankenblase.

Was (noch) fehlt

Da gibt es noch einiges auf der „später mal“ Liste:

  • Festivals & Konzerte
  • diverse Branchen-Meet-ups, Seminare, Konferenzen
  • einfach mal spontan Kino, Museum, Ausstellung

Geht alles derzeit nur schwer. Freiberufler, Schichtdienstler und Großeltern, die teils selbst noch arbeiten. Das macht organisationsaufwendige Tripps nur schwer – da fehlt uns momentan die Kraft, das regelmäßig zu machen. Außerdem will ich mal Motorrad fahren lernen und Touren mit dem Gatten fahren – da muss der Führerschein her und etwas Übung. Mit Kindern? Och nee, danke.

Ist aber nicht schlimm. Ist ok. Wird wieder besser. Ganz bestimmt.

Hab ich schon erwähnt, dass ich Optimist bin?

 

5 Kommentare

  1. Einen sehr schönen Blog habt ihr da, gefällt mir!
    Beim Möwentrick musst eich schmunzeln – manchmal wünschte ich mich echt auch an einen anderen Ort und stehe stattdessen mitten im Chaos ;-)) Das Autofahren nutze ich mittleweile auch als andere Art der MeTime- ich telefoniere dann (über Freisprechanalage) ausgiebig mit der Schwiegermutter oder mit einer Freundin. Zeitfresser gespart für andere Dinge und erst noch die Autofahrt verkürzt – so kriege ich einen früheren Feierabend!
    LG
    Séverine aka MamaOTR

  2. Pingback: Vorstellung der Blogbeiträge 1-10 zur #MeTime-Blogparade – Mama on the rocks

  3. Pingback: Endlich: Die Analyse der Blogparade #MeTime – Mama on the rocks

  4. Pingback: Vorstellung der Blogbeiträge 1-10 zur #MeTime-Blogparade - Mama on the rocks

  5. Pingback: Endlich: Die Analyse der Blogparade #MeTime - Mama on the rocks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.