Familienalltag
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Tagebuchbloggen vom 23.03.2016

Puh, das letzte Tagebuchbloggen ist ja schon vom Herbst 2015! Zeit, dass mal wieder aufleben zu lassen … here we go. Was war gestern los? Arbeit, Vereinbarkeitsdings, mehr Arbeit und Entertainment mit Nicola vom artgerecht Projekt. Aber der Reihe nach …

06:00 Uhr – Aufstehen, die Sonne lacht!

Naja, nicht ganz. Bis um 01:00 Uhr hatte ich mit einem nachtaktiven Auftraggeber gechattet und parallel gearbeitet. Bis ich wirklich schlafen konnte, war es bestimmt nach 2 Uhr … und um 6 piepte das iPad wieder. Kind 1 springt voller Elan aus dem Bett (lautstark) und ich will mich am liebsten verkriechen. Sind doch Ferien!!! Hilft aber nichts, um 09:00 Uhr habe ich den ersten Termin für heute. Sprich: Um 07:00 Uhr habe ich mich aus dem Bett gequält und bereite alles vor für eine Trageberatung.

Beim Zähneputzen fällt mir ein, dass mein Navi doch kaputt war .. na sauber. Dabei muss ich heut gleich zweimal los. Eine Freundin hilft mir aus der Patsche – sie hat eins und bringt es mir vorbei, während ich schon meinen ersten Termin habe. Noch eben am Rechner 2-3 Sachen los schicken, Zeitpläne checken und feststellen, das heut abend dann aber noch eine Runde nacharbeiten angesagt ist.

Frühstück fällt aus, jedenfalls für mich. Kaffee gilt auch, oder?

09:00 Uhr – Das Kind muss auf den Rücken

Manche Trageberatungen machen einfach Laune. Und die hier, die gehörte dazu. So macht das Arbeiten Freude.

Amüsement am Rande: Die Kundin hält mich für deutlich älter. Einfach, weil ich so souverän und ruhig mit Kindern und der Beratungssituation umgänge. Ich muss herzlich lachen – wie 40 fühle ich mich zwar nach einer zu kurzen Nacht, aber im Kopf bin ich eher noch so bei 25 hängen geblieben. Komisches Ding, dieses biologische Alter.

Auf dem Rückweg noch „eben“ beim Baumarkt anhalten und denken „he, ist denn schon Sommer? Wo ist das Feuerholz hin?!“ und ratlos rumstehen. War wohl nix. Diesen Sommer stocken wir unseren Holzvorrat mal sorgfältig auf, damit er uns nicht „schon“ im März ausgeht. Bis zum Brennstoffhandel schaffe ich es jetzt nicht mehr. Blöd. Und die Feiertage nahen..

12:00 Uhr – Kaum daheim – und die Bude brennt

Naja, nicht ganz. Die Kinder streiten, der Gatte sitzt an einer komplexen Aufgabe und kann sich bei dem Krach nicht konzentrieren.Das Kinderfrühstück steht noch herum und der Hund jammert, als würde er verhungern.

Warum genau ich dann binnen 2 Minuten von der Trageberaterin zur Problemlöserin mutiere, weiß ich auch nicht so genau. Mein Plan war eigentlich, sofort an meine eigene Arbeit zu verschwinden…. stattdessen verfrachte ich die Kinder ins Kinderzimmer, sie mögen ihren Konflikt doch bitte dort aushandeln, damit der Gatte am Esstisch mit seinem MacBook arbeiten kann, ohne Schlaganfall oder Morddrohungen.

Schmeiße ein paar Fingernudeln in die Pfanne (wer viel streitet, hat meistens Hunger – jedenfalls hier in diesem Haushalt) und räume derweil die Küche auf. Hat auch kein Heinzelmännchen erledigt, während ich weg war. Verdammt. Und diese eine Waschmaschine muss auch noch angestellt werden. Und der Hund braucht sein Futter. Und guck, ein Haufen Rechnungen ist angekommen. Toll! Nicht.

Manchmal ist dieses „den Rücken decken“ nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber trotzdem notwendig. Und dann schmeißt man/frau halt seine eigenen Pläne um. Also, zumindest teilweise.

13:00 Uhr – Hy, hier ist dein Job, beachte mich!

Zurück an den Schreibtisch, wenigstens für ein paar Minuten. Mails beantworten, 2 wichtige Sachen gleich noch erledigen. Und mittendrin merken, das diese blöde „was essen wir heute?“ Frage schon wieder nicht geklärt ist. Rufe die Kinder zum Brainstorming (der Gatte hängt ja immer noch an seinem IT-Kram und ist nicht ansprechbar).

Ok, Essen gefunden. Nicht gesund, mäßig lecker, aber schnell eingekauft und vorbereitet. Ja, sogar das mache ich noch eben. Im stehen schnell ein paar Kekse verputzt und noch einen Kaffee getrunken. Und dann bin ich mal weg.

19:00 Uhr – Entertainment mit Nicola

Noch die Uta eingesammelt, die gerade bei Verwandten in Ingolstadt ist – und im Geburtshaus Ingolstadt die Lesung von Nicola genießen. Wer sie noch nicht live erlebt hat: Du hast da was verpasst. Hol das nach!

Denn Nicola rennt herum, krabbelt auch schon mal im Vierfüßler über den Boden, spricht mit anwesenden Babys. Und liest nebenher aus ihrem neuen Buch vor. Und auch hier: Wenn du es noch nicht hast, solltest du es dir besorgen. (ja, die Uta schreibt uns auch noch eine Rezension, kommt alles noch).

Die Quintessenz aus der Lesung (kannten wir alles schon, aber trotzdem immer wichtig, es zu wiederholen):

  • Ohne Clan und Unterstützung ist artgerechte Babyhaltung quasi unmöglich
  • Kein Kind ist wie das andere – und unterschiedliche Temperamente sind normal
  • Es gibt Wege & Möglichkeiten, Baby-Bedürfnisse und Erwachsenen-Bedürfnisse zu kombinieren
  • Wir müssten auch dringend mal so ein Wald-Camp mitmachen 😉

20:30 Uhr – 3 Damen auf Ausgang

Da stehen wir nun, in Ingolstadt, etwas außerhalb. Macht aber nix, wir sind vorbereitet und das Cafè West ist unsere nächste Anlaufstation. Die Karin, eine Vereinskollegin, haben wir direkt mit abgeschleppt. Und machen es uns jetzt noch „etwas“ gemütlich. Zwei von drei müssen noch jeweils eine Stunde zurück nach Hause fahren, also beschränken wir uns auf Alkoholfreies plus richtig starken Espresso.

Bis dann der Kellner mit müden Augen vor uns steht, samt Rechnung… hupps. Cafè schließt & und wir brechen auf.

01:00 Uhr – Tschüss, du langer Tag

Ich fahre gern Auto. Also, alleine und gemütlich, ohne Zeitdruck. So ein bisschen Landstraße ist da echt angenehm. Aber müde bin ich.

Erst daheim sitzt mir der Tag so richtig in den Knochen. Und das, was ich heute morgen noch auf „mach ich heut nacht“ getaktet hatte, muss jetzt doch bis zum nächsten Tag warten.

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