Achtsamkeit, Blogparade
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Blogparade: Selbstvertrauen – mir selbst vertrauen?

Mal ehrlich: Parallel Job, Familie und Leben zu stemmen, erfordert durchaus Selbstvertrauen. Man muss sich gegenüber denen behaupten, die das für den falschen Weg halten (bei Müttern) und gegenüber denen, die das noch immer für zu wenig halten. Gegenüber denen, die selbst alles besser/anders machen würden. Und so weiter … Das klappt überhaupt nur, wenn wir auf uns selbst vertrauen. Wir brauchen die Selbstsicherheit, dass wir diese Aufgaben im Großen und Ganzen schaffen, dass wir unsere eigenen Ansprüche genügen, unsere Bedürfnisse nicht aus dem Blick lassen – und nach unseren Vorstellungen mit unseren Kindern umgehen werden. Trotz und wegen des Jobs.

Martin Grünstäudl ruft auf seinem Blog 1001erfolgsgeheimnisse.com zur Blogparade zum Thema Selbstvertrauen auf. Wir nehmen gerne teil und schreiben unsere Überlegungen zum Thema Sebstvertrauen auf.

Selbstvertrauen – wofür brauche ich das überhaupt?

Das Thema wirft bei mir viele Fragen auf: Warum sollte ich mir selber vertrauen? Kann ich mir selber vertrauen? Was passiert, wenn ich mich enttäusche? Muss ich dann vertrauensbildende Maßnahmen ergreifen? Und wenn ja, welche könnten das sein? Ein Teambuilding-Wochenende mit mir selbst?

Für mich als Mutter  ist Selbstvertrauen ein wichtiges Thema. Ich brauche Selbstvertrauen, weil ich als Mutter von allen Seiten unter Beobachtung stehe. Bin ich eine gute Mutter? Eine Rabenmutter? Mache ich alles richtig? Das alles sind Ansprüche, die von außen an mich herangetragen werden. Denn es ist nicht nur so, dass jeder besser weiß, wie man mit Kindern umgeht. Da draußen toben auch noch die Mütterkriege bei denen Mütter – statt solidarisch zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen – den Lebensentwurf der anderen Mütter kritisieren und nur ihre eigene Art zu leben gelten lassen.

Aber auch Ansprüche, die ich selber an mich stelle, können mein Selbstvertrauen torpedieren. Denn auch meine eigene Vorstellung von der „guten Mutter“ kann unter Umständen gar ein stärkerer Kritiker sein, als alles was von außen kommt.

Das bedeutet, dass mein mütterliches Selbstvertrauen immer wieder in Gefahr ist und torpediert wird. Von außen wie von innen.

Selbstvertrauen stärken – wie geht das?

Für mich bedeutet Selbstvertrauen stärken, dass ich für mich selber sorge und authentisch bin. Denn wenn ich mit mir im Reinen bin und meine Ressourcen aufgefüllt sind, habe ich mehr Selbstvertrauen als wenn ich Dinge tue, hinter denen ich nicht stehe. Und wenn ich müde und gestresst bin, dann können Einflüsse von außen mein Selbstvertrauen leichter erschüttern, als wenn es mir gut geht.

Daher achte ich auf mich selber, höre in mich hinein, welche Dinge sich für mich richtig anfühlen und versuche, Stress rechtzeitig abzubauen. Ich achte auch darauf, mit wem ich mich umgebe.

Um meinen inneren Kritiker zu befrieden, übe ich mich in Achtsamkeit. Ich beobachte meine Gedanken und hinterfrage sie auch. „Kann man das auch anders sehen?“ ist mir dabei zu einer wichtigen Leitfrage geworden, wenn ich mich mal wieder in meinen eigenen Ansprüchen verheddere.

So fahre ich also nicht auf ein Teambuilding-Wochenende mit mir selber. Sondern versuche jeden Tag wieder gut für mich zu sorgen, damit ich das Vertrauen in mich nicht verliere.

2 Kommentare

  1. Toller Beitrag, vielen Dank für die Teilnahme! 🙂 Ich find’s super, wenn so viele bei einer Parade mitmachen.

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